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Der Weg, die Wahrheit und das Leben

Das Problem des religiösen Pluralismus

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Thomas Park

Seitdem John Hick durch seine pluralistische Position den Weg für eine Annäherung der Religionen geschaffen hat, haben seine Werke viel Aufmerksamkeit von Anhängern und Kritikern erfahren. Dieses Werk setzt sich kritisch mit dem Lebenswerk Hicks auseinander, und vergleicht die Argumente für seine Ansicht mit denen von Perry Schmidt-Leukel, Alvin Plantinga und Karl Rahner. Der Autor legt die Prämissen der vier Positionen offen, und macht deutlich, warum trotz aller berechtigten Kritik die pluralistische Position die plausibelste Antwort auf die Frage liefert, wieso es mehrere Religionen gibt, wenn laut dem NT (nur) Jesus Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

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13. Fazit zu Rahner

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Im Gegensatz zu Hick, S.-L. und Plantinga konnte sich Rahner nicht mehr in die zeitgenössische Diskussion um die religiöse Vielfalt einbringen. Seine Voraussetzungen und Argumente bezüglich dieses Themas sind deshalb nicht so explizit wie die der anderen Autoren. Bezüglich der in der Einleitung formulierten zwei Fragen kann aber geantwortet werden, dass christliche Glaubensannahmen mit solchen, die diesen widersprechen, für Rahner nicht zu vereinbaren sind. Allerdings geht er davon aus, dass nichtchristliche Religionen z.T. Wahres enthalten und zum Heil ihrer Gläubigen beitragen. Rahners inklusivistische Position beruht v.a. auf seinem Festhalten am christlichen Absolutheitsanspruch und seiner Vorstellung der universalen Heilsmöglichkeit. Seine in 11.2 und 11.4 beschriebenen allgemeinen Definitionen des Heils und des Glaubens769 können als eine Öffnung hin zu einer religionspluralistischen Position gesehen werden. Rahner kann jedoch nicht überzeugend begründen, wieso das Christentum trotz seiner Annahme der universalen, nicht notwendigerweise an christliche Offenbarung gekoppelten Heilsmöglichkeit, das „objektiv richtige Glaubensbekenntnis“770 darstellt. Sein Versuch, das Heil aller Menschen als das Christi aufzuzeigen, ist nicht nachvollziehbar. Fraglich ist auch, ob Christen sich deshalb sicher sein können, „dass ihre Religion gottgewirkt ist, was an ihrer Religion gottgewirkt ist und ‚was im Alten Bund gottgewollt, was gottwidrig war‘ “771, weil Christus ein adäquates Zeichen der unumkehrbaren Selbstzusage Gottes an die Welt darstellt. Zeigt die Geschichte des Christentums nicht, dass trotz des Christusereignisses auch hier Verfälschungen und Depravationen möglich sind? Rahner legt nicht offen, an welchen Kriterien er die Gottgewirktheit oder die Ad...

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