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Der Weg, die Wahrheit und das Leben

Das Problem des religiösen Pluralismus

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Thomas Park

Seitdem John Hick durch seine pluralistische Position den Weg für eine Annäherung der Religionen geschaffen hat, haben seine Werke viel Aufmerksamkeit von Anhängern und Kritikern erfahren. Dieses Werk setzt sich kritisch mit dem Lebenswerk Hicks auseinander, und vergleicht die Argumente für seine Ansicht mit denen von Perry Schmidt-Leukel, Alvin Plantinga und Karl Rahner. Der Autor legt die Prämissen der vier Positionen offen, und macht deutlich, warum trotz aller berechtigten Kritik die pluralistische Position die plausibelste Antwort auf die Frage liefert, wieso es mehrere Religionen gibt, wenn laut dem NT (nur) Jesus Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

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Schlussteil

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Aus den Darstellungen der vier Positionen sollte deutlich geworden sein, dass alle auf bestimmten Prämissen beruhen. Die pluralistische Position Hicks und Schmidt-Leukels beruhen u.a.

1. auf ihrem an moralischen und spirituellen Kriterien beruhenden Heilsverständnis,

2. auf ihrer Unterscheidung in Noumenales und Phänomenales,

3. auf der Existenz einer im Verhältnis zum Menschen unbedingt guten transzendenten Realität,

4. auf einem kommunikationstheoretischen Offenbarungsverständnis, inklusive der Annahme, dass sich Gott allen Menschen offenbart und

5. auf der Annahme, dass es zumindest in den großen Weltreligionen zu gleichwertigen Zeichen des Heils kommt.

Der Exklusivist Plantinga teilt viele dieser Voraussetzungen nicht. Anstatt eines kommunikationstheoretischen Offenbarungsverständnisses geht er von einem instruktionstheoretischen aus. Dieses Verständnis unterwandert die Unterscheidung in Noumenales und Phänomenales, so dass sich Plantinga als Christ in einer unmittelbaren Beziehung zu Gott und damit in einer epistemisch besseren Situation als Andersgläubige wähnt. Er deutet an, dass er die moralische und spirituelle Gleichwertigkeit der großen Weltreligionen in Frage stellt und dass sein Heilsverständnis an explizit christliche Begriffe gebunden ist. Unklar ist, ob auch Plantinga von dem universalen Heilswillen Gottes ausgeht oder diesen wie Calvin leugnet. Plantingas Position ist am unplausibelsten, weil sowohl Rahner als auch die Pluralisten gute Einwände gegen den Exklusivismus äußern. Ein unbedingt liebender Gott scheint ausgeschlossen, wenn es außerhalb des Christentums keine Heilsmöglichkeit gibt. Plantinga räumt diese Möglichkeit zwar ein, wenn er...

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