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Der neue Begleitband zum Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen

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Edited By Karin Vogt and Jürgen Quetz

Im Jahr 2001 erschien der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (GeR) und hat national und international eine erhebliche Wirkung für das Lehren, Lernen und Beurteilen von Fremdsprachen entfaltet. Im Jahr 2018 (Endfassung 2020, deutsche Übersetzung 2020) erschien der Begleitband zum GeR mit neuen Skalen und Beispieldeskriptoren, der auch eine konzeptionelle Erweiterung darstellt. Die Beitragenden des Sammelbandes diskutieren und illustrieren die zentralen Aspekte des Begleitbandes mit einem Fokus auf dem deutschen Kontext und zeigen Umsetzungsmöglichkeiten für den Fremdsprachenunterricht auf.

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Hörsehverstehen im Begleitband zum GeR – ein zögerlicher Schritt in die richtige Richtung: Jürgen Quetz

Jürgen Quetz

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Abstract: Hörsehverstehen ist immer doppelt kodiert, kombiniert also akustische und visuelle Zeichen, in der Regel Wort und Bild. Das Verhältnis zueinander kann dabei sehr unterschiedlich sein: das Bild kann die Worte erklären oder kann ihnen auch widersprechen. Dieser Beitrag geht von einer Bestandsaufnahme theoretischer Aspekte und der darauf basierenden aktuellen Didaktik des Hörsehverstehens aus. Im GeR (Europarat 2001) wurde diese Kompetenz in der Skala ‚Fernsehsendungen und Filme verstehen‘ (ebd.: 77) erfasst. Im Begleitband zum GeR (Europarat 2020) gibt es ebenfalls eine Skala ‚Fernsehsendungen, Filme und Videos verstehen‘ (ebd.: 64). Die Deskriptoren in diesen Skalen thematisieren aber in erster Linie die Sprache der Filme; Sehverstehen ist nur am Rande aufgegriffen. Dabei spielt die Lenkung von Aufmerksamkeit oder Emotionen in den visuellen Medien eine zumindest genauso zentrale Rolle. Ein Vergleich zwischen GeR, Begleitband und den aktuellen Bildungsstandards mit Bezug auf die fremdsprachendidaktische Diskussion schließt sich an. Abschließend wird gezeigt, welche Möglichkeiten zur Übung des Hörsehverstehens es im Fremdsprachenunterricht gibt.

Viewing comprehension is always dually coded, i.e. it combines acoustic and visual signs, usually words and pictures. The relationship between these can be very different: The picture can explain the words or it might contradict them. This article starts with theoretical aspects and the current didactics of viewing comprehension based on them. In the CEFR (2001) this competence is covered in the scale ‘Watching TV and film’ (ibid.: 71). In the Companion Volume (2020: 53) there is a similar scale ‘Watching TV, film...

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