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Späte Schriften zur Literatur. Teil 1: Zur Literatur der Moderne und zur Literaturgeschichte

Herausgegeben von Hans-Edwin Friedrich

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Helmut Heißenbüttel

Edited By Hans-Edwin Friedrich

Mit der dreibändigen Jubiläumsedition zum 100. Geburtstag liegen erstmals Helmut Heißenbüttels späte Schriften zur Literatur in gesammelter Form vor. Sie enthält bislang nur verstreut veröffentlichte Texte und zeichnet wesentliche Entwicklungslinien des essayistischen Werks nach.

Im ersten Teil sind Aufsätze zur Literaturgeschichte und zur Moderne zusammengestellt. Er dokumentiert eine fortlaufende Beschäftigung mit einem historischen Bruch, der den Ausgangspunkt für Heißenbüttels eigenes Werk darstellt. Zugleich zeigt er wesentliche Verschiebungen in der Bewertung des Fortschrittsgedankens sowie bislang weniger bekannte Schwerpunktsetzungen in der Beschäftigung mit Kurt Schwitters sowie Autoren der konservativen Moderne auf. Er versammelt Schriften u.a. zu Carl Einstein, Arnold Schönberg, Rudolf Borchardt und Max Kommerell. Erstmals sind auch alle Beiträge zu Ernst Jünger aufgenommen.

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Dada

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– einst das geschmähteste unter den Kindern der modernen Kunst – nun im Gewand historischen Rückblicks, verklärender Erinnerung gesellschaftsfähig geworden? Zwar vielleicht noch nicht ganz, ein leichtes Mißbehagen lässt noch immer nicht zu, dass es gleichberechtigt neben den zu epochaler Grösse emporgewachsenen Brüdern Kubismus, Expressionismus oder Surrealismus erscheint, aber immerhin – anerkannt? Fataler noch, als seriös anerkannt?

Die Tatsache, dass fast gleichzeitig mehrere Publikationen über den Dadaismus erscheinen, sieht wie eine Bejahung dieser Fragen aus. Es begann mit der grossen New Yorker Dadaausstellung und der Veröffentlichung über Dada painters and dada poets von Robert Motherwell. Im deutschen Sprachbereich folgten jetzt ein Erinnerungsband von Richard Hülsenbeck, eine Dada-Anthologie im Verlag der Arche und vor allem die repräsentativ aufgemachte Dada-Monographie im Niggli-Verlag in der Schweiz (dreisprachig) herausgegeben von Willy Verkauf, unter Mitwirkung von Marcel Janco und Hans Bolliger.

Diese Monographie stellt die umfangreichste und eindringlichste Darstellung dar, die der Dadaismus erfahren hat. Der Band enthält eine Reihe von Aufsätzen über unterschiedliche Bezugspunkte, unter denen Dada gesehen werden kann. Dazu kommt eine ausführliche Chronologie sowie die bisher vollständigste Bibliographie, ein Dada-Lexikon und eine reichhaltige Sammlung von Abbildungen von künstlerischen, typographischen und photographischen Beispielen. Was ist nun Dada? Was war Dada? Wenn ich frage, ist Dada gesellschaftsfähig geworden, was berechtigt zu einer solchen Fragestellung? Was hat sich bei der Nennung des Namens Dada im allgemeinen Bewußtsein festgesetzt, das mit diesem Namen sofort etwas Anr...

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