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Späte Schriften zur Literatur. Teil 1: Zur Literatur der Moderne und zur Literaturgeschichte

Herausgegeben von Hans-Edwin Friedrich

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Helmut Heißenbüttel

Edited By Hans-Edwin Friedrich

Mit der dreibändigen Jubiläumsedition zum 100. Geburtstag liegen erstmals Helmut Heißenbüttels späte Schriften zur Literatur in gesammelter Form vor. Sie enthält bislang nur verstreut veröffentlichte Texte und zeichnet wesentliche Entwicklungslinien des essayistischen Werks nach.

Im ersten Teil sind Aufsätze zur Literaturgeschichte und zur Moderne zusammengestellt. Er dokumentiert eine fortlaufende Beschäftigung mit einem historischen Bruch, der den Ausgangspunkt für Heißenbüttels eigenes Werk darstellt. Zugleich zeigt er wesentliche Verschiebungen in der Bewertung des Fortschrittsgedankens sowie bislang weniger bekannte Schwerpunktsetzungen in der Beschäftigung mit Kurt Schwitters sowie Autoren der konservativen Moderne auf. Er versammelt Schriften u.a. zu Carl Einstein, Arnold Schönberg, Rudolf Borchardt und Max Kommerell. Erstmals sind auch alle Beiträge zu Ernst Jünger aufgenommen.

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Ernst Jünger

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, bis dahin im allgemeinen Bewußtsein ein Kriegsschriftsteller und nur einer kleinen Zahl von Kennern als Autor des Abenteuerlichen Herzens und der Blätter und Steine bekannt. Das Vorwort des Buches mit dem Titel Der Arbeiter lautet:

Der Plan dieses Buches besteht darin, die Gestalt des Arbeiters sichtbar zu machen jenseits der Theorien, jenseits der Parteiungen, jenseits der Vorurteile als eine wirkende Größe, die bereits mächtig in die Geschichte eingegriffen hat und die Formen einer veränderten Welt gebieterisch bestimmt. Da es sich hier weniger um neue Gedanken oder ein neues System handelt als um eine neue Wirklichkeit, kommt alles auf die Schärfe der Beschreibung an, die Augen voraussetzt, denen die volle und unbefangene Sehkraft gegeben ist.

Während diese Grundabsicht sich wohl in jedem Satze niedergeschlagen hat, ist das vorgeführte Material so, wie es dem notwendig begrenzten Überblick und der besonderen Erfahrung des Einzelnen entspricht. Wenn es nur gelungen ist, eine Flosse des Leviathans sichtbar zu machen, stößt der Leser umso leichter zu eigenen Entdeckungen vor, als der Gestalt des Arbeiters nicht ein Element der Armut, sondern ein Element der Fülle zugeordnet ist.

Es wird versucht, diese wichtige Mitarbeit durch die Methodik des Vortrages zu unterstützen, die sich bemüht, nach den Regeln des soldatischen Exerzitiums zu verfahren, dem ein mannigfaltiger Stoff als Gelegenheit zur Einübung ein und desselben Zugriffes dient. Nicht auf die Gelegenheiten, sondern auf die instinktive Sicherheit des Zugriffes kommt es an...

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