Show Less
Restricted access

Späte Schriften zur Literatur. Teil 1: Zur Literatur der Moderne und zur Literaturgeschichte

Herausgegeben von Hans-Edwin Friedrich

Series:

Helmut Heißenbüttel

Edited By Hans-Edwin Friedrich

Mit der dreibändigen Jubiläumsedition zum 100. Geburtstag liegen erstmals Helmut Heißenbüttels späte Schriften zur Literatur in gesammelter Form vor. Sie enthält bislang nur verstreut veröffentlichte Texte und zeichnet wesentliche Entwicklungslinien des essayistischen Werks nach.

Im ersten Teil sind Aufsätze zur Literaturgeschichte und zur Moderne zusammengestellt. Er dokumentiert eine fortlaufende Beschäftigung mit einem historischen Bruch, der den Ausgangspunkt für Heißenbüttels eigenes Werk darstellt. Zugleich zeigt er wesentliche Verschiebungen in der Bewertung des Fortschrittsgedankens sowie bislang weniger bekannte Schwerpunktsetzungen in der Beschäftigung mit Kurt Schwitters sowie Autoren der konservativen Moderne auf. Er versammelt Schriften u.a. zu Carl Einstein, Arnold Schönberg, Rudolf Borchardt und Max Kommerell. Erstmals sind auch alle Beiträge zu Ernst Jünger aufgenommen.

Show Summary Details
Restricted access

Helmut Heißenbüttel und die Moderne – Nachwort von Hans-Edwin Friedrich

Extract

Helmut Heißenbüttels Essaywerk ist eines der umfangreichsten der Nachkriegsliteratur und es ist wohl auch zu den bedeutendsten zu rechnen.1 Er verfügte, wie Thomas Combrink betont hat, über die „Begabung, einen Gedankengang in oft vollständiger Komplexität mit den Mitteln einer elaborierten Umgangssprache zu entwickeln, scheinbar voraussetzungslos schwierigste Sachverhalte in größter Präzision […] und dabei textnah zu formulieren“.2 Seine Essays hat er in den Nachbemerkungen seiner Bücher ausdrücklich in die ehrwürdige Tradition des Versuchs gestellt und als Reflexionsinstrumente verstanden. „Auch in den hier gesammelten Arbeiten geht es,“ so schließt Zur Tradition der Moderne, „wie in denen der früheren Sammlung, nicht um systematische Zusammenhänge oder geschlossene Theorie, sondern um Stellungnahmen, Aspekte, Meinung.“3 Und das Nachwort, auch als Leseanweisung zu lesen des folgenden Bandes legt nach:

Man kann sie [die Essays des Bandes] lesen als Versuche einer Orientierung in historischer Erfahrung, die zugleich eine ganz und gar aktuelle Erfahrung ist. Man kann sie lesen als Ansätze, die von ganz verschiedenen Seiten aus monomanisch immer nur um ein und dasselbe kreisen. Man kann sie lesen als Versuche einer Rekonstruktion der Tradition, die wir vermissen. […] Man kann sie lesen auch mit dem Begriff, der im letzten Essay angesprochen wird, als Verarschung aller, die auf ihrer Orientierungssuche nach Gewißheit streben. Genug Angebote?4

Die drei Bände fassen die jeweils aktuellen Standpunkte zusammen.Über Literatur stellt das eigene Literaturkonzept als dezidiert modernes vor. Der Band ←515 | 516...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.