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Wort- und Formenvielfalt

Festschrift für Christoph Koch zum 80. Geburtstag. Unter Mitarbeit von Daniel Petit

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Edited By Anna Jouravel and Audrey Mathys

Die Festschrift ehrt Christoph Koch, Professor für Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zu seinem 80. Geburtstag vereint der Band wissenschaftliche und persönliche Beiträge von Kollegen, Schülern und Freunden. Sie umfassen verschiedene Bereiche der historischen und modernen Sprachwissenschaften wie der Indogermanistik, der Byzantinistik, der Slavistik oder Baltistik, greifen kunsthistorische und editionsphilologische Fragestellungen auf und spiegeln somit das breite Spektrum der Interessens- und Forschungsgebiete des Jubilars wider.

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Micheil Dshawachischwilis Roman „Zuflucht beim neuen Herrn“ und die deutsche(n) Herausgabe(n)

Steffi Chotiwari-Jünger

Extract

Micheil Dshawachischwili (auch Dschawachischwili), georgisch მიხეილ ჯავახიშვილი; alternativ მიხეილ ადამაშვილი, Micheil Adamaschwili; beide Nachnamen wechselten in seiner Familie; *8. (20.) November 1880 in Zerakwi, Niederkartli; † 30. September 1937; Begabtester und beliebtester Prosaschriftsteller Georgiens des 20. Jahrhunderts.

Der Gegenwartsroman „Zuflucht beim neuen Herrn“ aus dem Jahre 1924 handelt in den Anfangsjahren des sowjetischen Georgiens. Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Figuren, zwei Männer mit entgegengesetzten Lebenshaltungen und eine Frau, die sich zwischen ihnen entscheiden muss. Dem georgischen Autor gelingt es, die psychologisch-sexuellen Beweggründe ihrer Zwangslage und ihrer Entscheidung nachzuvollziehen.

Die abwechslungsreiche und oft komische Handlung und ihre Charaktere sind unterhaltsam und plastisch, die satirische Perspektive amüsant, die Sprache originell und witzig, gewürzt mit etwas Erotik und philosophischen Betrachtungen über Gott und die Welt. In den Gesprächen mit einem ehemaligen Priester finden sich interessante Debatten und Dispute über Georgien, das Georgiertum, über den georgischen Adel, über die christliche Religion, den georgischen Nationalcharakter, die für alle Leser von Gewinn sind, kratzen sie doch an stereotypen Ansichten über Georgien. Das Werk zählt über Generationen zu den Lieblingsromanen der Georgier und hat unzählige Auflagen, Aufführungen und Verfilmungen erfahren.

 

Micheil Dshawachischwili (Adamaschwili) kam im Jahre 1880 auf die Welt. Etwa 18 Jahre verlief sein Leben in ganz normalen Bahnen, bis seine Schwester und Mutter zu Tode kamen, weil sie sich einer gewaltsamen Heirat bzw. Entführung der Schwester entgegensetzten. Bald danach starb auch der Vater vor Gram, und Dshawachischwili musste sein Leben selbst...

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