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Wort- und Formenvielfalt

Festschrift für Christoph Koch zum 80. Geburtstag. Unter Mitarbeit von Daniel Petit

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Edited By Anna Jouravel and Audrey Mathys

Die Festschrift ehrt Christoph Koch, Professor für Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zu seinem 80. Geburtstag vereint der Band wissenschaftliche und persönliche Beiträge von Kollegen, Schülern und Freunden. Sie umfassen verschiedene Bereiche der historischen und modernen Sprachwissenschaften wie der Indogermanistik, der Byzantinistik, der Slavistik oder Baltistik, greifen kunsthistorische und editionsphilologische Fragestellungen auf und spiegeln somit das breite Spektrum der Interessens- und Forschungsgebiete des Jubilars wider.

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Frühstadien des virāma in indischen Schriften

Harry Falk

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Indian vernaculars of the third cent. BC lacked closing consonants and so did the scripts which were developed in that period. However, for Sanskrit it was necessary to deprive vocalized signs of their vowel in order to allow a graphic representation of consonant endings, of geminates and of consonant clusters. The first century AD saw the introduction of a number of methods to achieve just this for the Brāhmī script, which was used all over the subcontinent. Here we present a contemporary lone attempt at doing the same for the Kharoṣṭhī script confined to the North-West.

 

Ein Kernthema der Indogermanistik bilden die lautlichen Veränderungen, denen die Lexeme der “Ursprache” und ihrer Abkömmlinge mit der Zeit und über die Landstriche verteilt unterlagen. Lautgesetze gehen naturgemäß von Lauten aus, wohingegen diese kurze Notiz von einem Nichtlaut handelt, bzw. einem Schriftzeichen, das anzeigt, daß kein Laut vorhanden ist. Damit ist die Indogermanistik außen vor, aber für die Schriftgeschichte Indiens wird es interessant.

Die indischen Schriften Kharoṣṭhī und Brāhmī wurden beide etwa im zweiten Viertel des dritten Jahrhunderts v.Chr. entwickelt. Gegenüber “echten” Alphabeten benötigen sie sehr viel weniger Platz, weil sie die medialen Vokalen nicht separat darstellen, sondern in Strichform mit den vorausgehenden Konsonantenzeichen vereinen. Der einzige mediale Vokal, der keine eigene Strichform hat, ist das kurze -a, das jedem Konsonantenzeichen inhärent ist. Die Zeichen für ka, ki, ku, ko etc. sind also alle gleich weit...

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