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Erlebnisse und Tourismus

Ergebnisse der 4. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft

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Edited By Christian Eilzer, Manfred Dörr and Sylvia Müller

Erlebnisse und Erlebnisprodukte sind im Zuge gesellschaftlicher Veränderungen und gestiegener Qualitätsansprüche der Gäste auch im Tourismus zusehends in den Fokus der Betrachtung gerückt. Viele Anbieter versuchen, ihren Gästen Erlebnisse von Erlebnisgastronomie über Naturerlebnisse bis hin zu künstlichen Erlebniswelten zu bieten. Die Beiträge der „4. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft" in diesem Sammelband beleuchten das Thema „Erlebnisse und Tourismus" aus verschiedenen Perspektiven etwa von Touristen, Destinationen oder Reiseveranstaltern. Dabei werden zudem Modelle der Erlebnisgenese und -bewertung vorgestellt, empirische Befunde zum Destinationserlebnis präsentiert sowie Aspekte zum Erlebnismarketing behandelt.

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Creative Space als Basis einzigartiger Reiseerlebnisse

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1.Einleitung

Studienreiseveranstalter in Deutschland suchen permanent nach neuen Reiseideen, um sich möglichst Alleinstellungsmerkmale im Markt zu verschaffen. (Studiosus Reisen München o. J.) ZEIT Reisen, der Leserreisen-Veranstalter des ZEIT Verlags in Hamburg, hat gemeinsam mit dem Philosophischen Forum Esslingen und seinem Leiter Dr. Peter Vollbrecht die Produktlinie Philosophiereisen entwickelt: „Dort philosophieren Sie mit Ihren Mitreisenden über die großen Denktraditionen der Welt, Philosophisches begegnet darin auch Persönlichem, Sie geben und gewinnen, denn in hohem Maße inspirierend sind neben der Welt der Ideen auch die Standpunkte, Erfahrungen und Biographien der Mitreisenden.“ (Vollbrecht o. J.)

Im nachfolgenden Aufsatz beschreibt der Autor – selbst Mitarbeiter von ZEIT Reisen – den Einfluss des Creative Space (Kreativer Raum) auf den Erfolg der Reiseform. Das verwendete Datenmaterial stammt aus den Online Fragebogenauswertungen der Produktlinie Philosophiereisen von ZEIT Reisen aus dem Geschäftsjahr 2019 und ist bislang unveröffentlicht.

2.Definitionen

Grundlage für die Bedeutung des Creative Space als Erfolgsfaktor bei Philosophiereisen sind die folgenden Definitionen:

Runco (1994, 11– 16) fasst kreatives Denken als kognitiven Prozess auf, der zu einer originellen (neuartigen, einzigartigen oder hochgradig ungewöhnlichen) oder adaptiven (z. B. passenden, nützlichen oder treffenden) Erkenntnis, Idee oder Lösung führt.

Steiner (2011, 13f.) schließt auch die Gruppe mit ein und definiert wie folgt: „Kreativität ist die systemspezifische Fähigkeit eines Individuums oder eines kollaborativen Systems (etwa einer Gruppe, eines Netzwerks, etc.) originäre Leistungen zu erbringen. Bezogen...

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