Show Less
Restricted access

Von «schöner Vielfalt» zu prekärer Heterogenität

Bildungsprozesse in pluraler Gesellschaft

Series:

Edited By Bettina Brandstetter, Franz Gmainer-Pranzl and Ulrike Greiner

Dieser Sammelband mit Beiträgen der interdisziplinären Tagung «Von ‹schöner Vielfalt› zu prekärer Heterogenität» (Universität Salzburg, 2017) fragt danach, wie Bildungsprozesse in einer pluralen Gesellschaft möglich sind. Die entscheidende Herausforderung ist nicht eine «schöne Vielfalt», sondern eine prekäre Heterogenität, die den Zusammenhalt und die Verständigung in der gegenwärtigen Gesellschaft in Frage stellt. Ein zentrales Ergebnis dieser interdisziplinären Auseinandersetzung besteht in der Erkenntnis, Heterogenität als Chance zu sehen und Bildungsprozesse im Kontext (inter-)kultureller und sozialer Spannungen zu ermöglichen. Bildung heißt, sich verschiedenen, ja widersprüchlichen Erfahrungen und Lebenskontexten zu stellen und von daher eine neue Qualität von Wissen, Kritikfähigkeit und Lernkompetenz zu entwickeln.

Show Summary Details
Restricted access

Kategoriale Heterogenität und/oder relationale Differenz: Bildungsforschung und Lehrerhandeln im Dialog – Theoretische Zugänge praxeologisch verstehen (Ulrike Greiner)

Extract

Ulrike Greiner

Abstract: “Heterogeneity in schools” is a key topic for both education research and pedagogic action. With this in mind, it is interesting to undertake a deeper epistemological exploration of different methods of approach. Four approaches have been brought together under the conceptual complexes of heterogeneity, diversity, difference and alterity. Behind these stand theoretical constructions with widely differing perspectives on “dissimilarity”. The first two access points, heterogeneity and diversity, are classified as categorial approaches, while the latter two, difference and alterity, are classified as relational approaches. In this respect, there is a clear difference in the epistemic bases for the ways in which the social world and the action of its subjects are understood, and in which they are perceived in practice and in scientific study.

Keywords: heterogeneity, diversity, teaching practice, pedagogic practices, praxeology

Üblicherweise werden theoretische Zugänge der Bildungsforschung und praktische Umgangsweisen von Lehrpersonen getrennt behandelt. Das eine ist die Brille, durch die das andere analysiert werden soll. Man wählt einen bestimmten theoretisch-empirischen Ansatz und erforscht damit eine bestimmte Praxis.

Die übergeordneten epistemologischen Hintergrundkonzepte – ob in der Forschung explizit formuliert oder in sozialen Praktiken implizit enthalten – in der theoretischen, empirischen, praktischen Annäherung an pädagogische Phänomene und zentrale Bildungsfragen können aber durchaus ähnlich oder eben verschieden sein. Mit dem Begriff „epistemologisch“ sollen hier grundlegende Sichtweisen auf das Verhältnis Wissen, Erkenntnis(-methoden) und Wirklichkeit einerseits, Subjekte/Akteure und Wissen/Erkenntnis/Wirklichkeit andererseits benannt werden. Verschiedene Zugänge der...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.