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Von «schöner Vielfalt» zu prekärer Heterogenität

Bildungsprozesse in pluraler Gesellschaft

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Edited By Bettina Brandstetter, Franz Gmainer-Pranzl and Ulrike Greiner

Dieser Sammelband mit Beiträgen der interdisziplinären Tagung «Von ‹schöner Vielfalt› zu prekärer Heterogenität» (Universität Salzburg, 2017) fragt danach, wie Bildungsprozesse in einer pluralen Gesellschaft möglich sind. Die entscheidende Herausforderung ist nicht eine «schöne Vielfalt», sondern eine prekäre Heterogenität, die den Zusammenhalt und die Verständigung in der gegenwärtigen Gesellschaft in Frage stellt. Ein zentrales Ergebnis dieser interdisziplinären Auseinandersetzung besteht in der Erkenntnis, Heterogenität als Chance zu sehen und Bildungsprozesse im Kontext (inter-)kultureller und sozialer Spannungen zu ermöglichen. Bildung heißt, sich verschiedenen, ja widersprüchlichen Erfahrungen und Lebenskontexten zu stellen und von daher eine neue Qualität von Wissen, Kritikfähigkeit und Lernkompetenz zu entwickeln.

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Religionsunterricht als Werkzeug der Integration im Kontext gesellschaftlicher Heterogenität (Andreas Graßmann)

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Andreas Graßmann

Abstract: This article presents concepts of religious education in the form of contributions to integration processes as a response to the challenges of social heterogeneity. To this end, it outlines foundational models for religious education in the public education system, both in terms of education theory and of the democratic social context. Emphasis is therefore placed on the importance of religious education within the educational goal of the Austrian school system and within the European supranational context. The contribution concludes with some observations on the potential of interreligious learning processes in the public education system.

Keywords: religious instruction, interreligious learning, religious education, integration, identity-shaping

Der Religionsunterricht steht wie kein anderes Schulfach immer wieder im Fokus der öffentlichen Meinungsbildung. Mediale Berichterstattung über Akte von Terror und Gewalt, welche vermeintlich im Namen Gottes bzw. der Religion verübt werden, rücken Fragen nach der Stellung von Religion in der postsäkularen Gesellschaft im Allgemeinen sowie speziell nach der Rolle von religiöser Bildung im öffentlichen Bildungswesen in den Fokus der Aufmerksamkeit.1

Die Beziehung zwischen Schule und Religion ist, wie diejenige nach dem grundsätzlichen Verhältnis von Religion und Staat, eine Frage der nationalen Souveränität. Schulischer Unterricht über Fragen religiöser Überzeugungen ←451 | 452→sowie religiösen Glaubens sind ein bedeutender Indikator für die Art und Weise, wie sich die Beziehungen zwischen Religion und Staat und zwischen Schule und Religion innerhalb eines konkreten nationalen Rahmens grundsätzlich gestalten.2...

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