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Kleine Schriften Antike – Spätantike – Neuzeit – Fachdidaktik

Analysen griechischer und römischer Texte, Aspekte ihrer Rezeption und Transformation, Übersetzungen lateinischer Texte und Gedanken zur didaktischen Umsetzung

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Dietmar Schmitz

Die vorliegende Sammlung Kleiner Schriften (die auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Beiträge enthält) vermittelt für den Sprach- und Ethikunterricht – und darüber hinaus für alle an europäischer Kultur Interessierten – vielseitige Anregungen. Die Einteilung der Veröffentlichungen erfolgt dabei in die Klassische Antike, Spätantike und Mittelalter, Neulateinische Literatur sowie Fachdidaktik.

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Rezensionen (I)

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1. Rez.: Andreas Gutsfeld, Römische Herrschaft und einheimischer Widerstand in Nordafrika. Militärische Auseinandersetzungen Roms mit den Nomaden. Stuttgart 1989, in: Gymnasium 99, 1992, 184–185.

In seiner beachtenswerten Dissertation hat Andreas Gutsfeld die lange bestehenden Thesen zum permanenten Widerstand der nordafrikanischen Stämme gegen die römische Herrschaft eindeutig widerlegt. Er zieht nicht nur die bekannten literarischen Quellen heran, sondern stützt seine Analysen auch durch umsichtige Auswertung zahlreicher Inschriften.

Nach der Einleitung skizziert Gutsfeld in gebotener Kürze den antiken Nomadendiskurs. Der Verfasser geht von der Tatsache aus, dass die Informationen über die Nomaden in Nordafrika stets aus der Sicht der Römer geliefert werden – ein für die Antike üblicher Vorgang, weil nichtsesshafte Völker nur in Ausnahmefällen schriftliche Zeugnisse hinterlassen haben. Obwohl die zahlreichen Beziehungen der Römer zu den Nomaden durchaus eine differenzierte Betrachtungsweise und Einblicke in das Leben der Nichtsesshaften erlaubt hätten, haben die römischen Historiker dieselben Vorurteile gegenüber den Nomaden ständig wiederholt, und dies fast nur bei der Präsentation militärischer Vorgänge. Gutsfeld weist in diesem Zusammenhang auf den Afrika-Exkurs im Bellum Jugurthinum des Sallust hin. Obgleich der Parteigänger Caesars am Anfang seines Exkurses von der Schwierigkeit berichtet, über die Nomaden der Wahrheit entsprechende Aussagen zu treffen, stellt er die Gätuler als rohe und ungebildete Menschen dar, die ohne Kenntnis von Sitte und Gesetz dahinlebten und planlos umherzögen (Iug. 17ff.). Wie andere Historiker der Antike bei zahlreichen Gelegenheiten...

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