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Kleine Schriften Antike – Spätantike – Neuzeit – Fachdidaktik

Analysen griechischer und römischer Texte, Aspekte ihrer Rezeption und Transformation, Übersetzungen lateinischer Texte und Gedanken zur didaktischen Umsetzung

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Dietmar Schmitz

Die vorliegende Sammlung Kleiner Schriften (die auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Beiträge enthält) vermittelt für den Sprach- und Ethikunterricht – und darüber hinaus für alle an europäischer Kultur Interessierten – vielseitige Anregungen. Die Einteilung der Veröffentlichungen erfolgt dabei in die Klassische Antike, Spätantike und Mittelalter, Neulateinische Literatur sowie Fachdidaktik.

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II.2. Formen der Polemik bei Basilius in der Streitschrift Adversus Eunomium, in: Glotta 67,1989, 233–242

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Während die Schimpfwörter der lateinischen Sprache nahezu vollständig analysiert worden sind1, trifft dies für das umfangreiche Material der griechischen und auch christlichen Sprache nicht zu2. Deshalb sollen im vorliegenden Aufsatz nach den bewährten Kriterien von I. Opelt3 die Formen der Polemik in der Streitschrift „Ἀνατρεπτικὸς τοῦ Ἀπολογητικοῦ τοῦ δυσσεβοῦς Εὐνομίου“ oder mit dem lateinischen Titel „Adversus Eunomium“ von Basilius von Caesarea analysiert werden.

Basilius der Große, der häufig zusammen mit seinem Bruder Gregor von Nyssa und seinem Freund Gregor von Nazianz genannt wird, hat mit diesen beiden Bischöfen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die ganze griechische Kirche ausgeübt. Der um 330 n. Chr. in Caesarea geborene Basilius entstammt einer wohlhabenden Familie, die sich aber zugleich durch einen ausgeprägten Glaubenseifer auszeichnete4. Obwohl sich Basilius von Caesarea sicherlich eher als Praktiker in der Kirche hervorgetan hat5, hat er zahlreiche Schriften, vor allem Homilien und Reden ←289 | 290→verfasst. Jene Schrift, die im Folgenden untersucht werden soll, hat Basilius erst auf Bitten von Freunden angefertigt, obgleich er – wie er selbst sagt – bisher an der literarischen Bekämpfung der Häresie nicht beteiligt gewesen sei, PG 29, 500B: (…) καίτοι παντελῶς ἀγύμναστοι τοῦ τοιούτου εἲδους τῶν λόγων ὂντες, κατὰ τὸ ἐπιμετρηθὲν ἡμιν παρὰ τοῦ κυρίου τῆς γνώσεως μέτρον, τῇ τε ἀληθείᾳ συνίστασται (…).

In seiner Schrift wendet er sich insbesondere gegen Eunomius, einen Schüler des Aëtius von Antiochia, der den Arianismus zu erneuern suchte6. Eunomius stieß mit seiner Lehre auf den Widerstand zahlreicher Kirchenlehrer; zu nennen sind etwa Didymos, Gregor von Nyssa, Sophronius, Apollonius von Laodicea und Theodor von Mopsuestia7. Mit Ausnahme der Schriften „Ἀπολογία“ und „Expositio fidei...

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