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Über die Anfänge des Denkens − Kognition und Siedlung

Soziologie der Steinzeit – von der Höhlenmalerei zum Göbekli Tepe

Lars Hennings

Diese Studie sammelt Thesen für eine interdisziplinäre Forschung der Soziologie als Leitwissenschaft zur Erkundung der Steinzeit. Nach Ankunft des Homo sapiens von Afrika nach Westeuropa beginnt nach dessen biologischer Stabilisierung seine weitere Formung als sozialer, sich selbst verändernder Prozess. Die Artefakte zeigen zu Beginn einen sehr schlichten Typus, der sich eben erst von Homo erectus und neanderthalensis entfernt. Die humanen Veränderungen folgen nicht mehr der Darwinschen Zuchtwahl. Bald entstehen, bei wildbeuterischer Lebensweise, feste Siedlungen, die die Sozialität ausweiten, eine Sprech-Sprache fördern und mit den Anfängen des Denkens eine frühe traditionale Logik ausbilden, die über Sumer, Griechenland ins europäische Denken führt.

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Kindliches Lernen und Gehirnentwicklung

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Der relativ sehr große Präfrontale Kortex ist bei unserer Art der für Sozialität und Lernfähigkeit entscheidende Teil des Gehirns, sehen wir bei Thomas Affentranger. Dort wird wesentlich koordiniert und kontrolliert, was Homo sapiens von allen anderen Lebensformen unterscheidet. Zuerst konnte die Differenz nur als potentielle Möglichkeit biologisch, wohl durch Mutationen im weiten Sinn, entstehen. Ich nenne diese Entwicklung den Kognitiven Systemwechsel. Durch ihn kommt es bei Sapiens offensichtlich erst einmal zur Möglichkeit einer erheblichen Lernfähigkeit. In gleichen Umwelten wie Erectus entstanden, war vorerst allerdings kein Lernanreiz vorhanden, der über die geringe Kognition der Frühmenschen hinausführte. Vielleicht war aber noch so etwas wie eine Reifung nötig, die es aufzuklären gelte. Irgendwann hat es ja geklappt.

Lernfähigkeit zu betonen heißt dabei nicht, auf simple Lerntheorien zurückzufallen, es werde alles Verhalten nur erlernt, oder Bewusstsein/ Geist funktioniere quasi körperlos. Ebenso wenig wie nur auf Genetik und Instinkte als ursächlich zu verweisen ist, wie in Biologismus oder Soziobiologie. Meine Position, nur empirisch begründbare Theorien und Thesen auf Basis eines körperlichen und dadurch denkenden Menschen anzunehmen, ist wohl ebenso deutlich geworden, wie meine Trennung von Tier und Mensch, entsprechend von Soziologie und biologisch arbeitender Verhaltensforschung.

Meine These, im Jung-Paläolithikum habe es einen deutlichen sozialen Wandel gegeben, wurde eben erst durch das Wissen über die Ausbildung der Schädelform vor 35.000 Jahren empirisch gestützt, nachdem die Art Homo sapiens jetzt als...

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