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Über die Anfänge des Denkens − Kognition und Siedlung

Soziologie der Steinzeit – von der Höhlenmalerei zum Göbekli Tepe

Lars Hennings

Diese Studie sammelt Thesen für eine interdisziplinäre Forschung der Soziologie als Leitwissenschaft zur Erkundung der Steinzeit. Nach Ankunft des Homo sapiens von Afrika nach Westeuropa beginnt nach dessen biologischer Stabilisierung seine weitere Formung als sozialer, sich selbst verändernder Prozess. Die Artefakte zeigen zu Beginn einen sehr schlichten Typus, der sich eben erst von Homo erectus und neanderthalensis entfernt. Die humanen Veränderungen folgen nicht mehr der Darwinschen Zuchtwahl. Bald entstehen, bei wildbeuterischer Lebensweise, feste Siedlungen, die die Sozialität ausweiten, eine Sprech-Sprache fördern und mit den Anfängen des Denkens eine frühe traditionale Logik ausbilden, die über Sumer, Griechenland ins europäische Denken führt.

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Siedlungen des Nahen Ostens vor dem Landbau

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Im Nahen Osten wurden in der frühen Kultur Kebaran (ab 22.000 bp) Reste runder Hütten in Ohalo am See Genezareth entdeckt, schreibt Astrid Nunn. Unsicher sei – schrieb mir per Email Daniel Schyle, dem ich weitere Hinweise danke – die Größe von Jilat nahe des 20.000 Jahre alten Kharaneh, wo sich ebenfalls Spuren von Hütten fänden, und dort gebe es neuerdings auch einen Fundplatz des jüngeren Kebaran mit Bestattungen, ‘Uyun al-Hammam, was auf eine Siedlung verweisen könne. In der Kultur Natufien (ab 13.000 bp) sei möglicherweise Neve David ein langfristig belegter Platz. Im frühen Natufien würden wahrscheinlich (!) ganzjährig bewohnte Fundorte zahlreicher und grösser, bestes Beispiel sei Mallaha. Im späten Natufien werde das Ganze wieder etwas undeutlicher – da zeige eine trockene und kühle Zeit, [Jüngere Dryas] die noch bis in das PPNA [Pre Pottery Neolithikum A] hinein dauere, Wirkung, und die Hinweise auf permanente Besiedlung an einzelnen Fundstellen seien weniger deutlich.

Östlich von Haifa liegt eine Höhle, deren Terrasse mal mit Mauern umgeben war, sagt Roaf. Es gab offenbar eine große Bereitschaft, die Wohnräume herzurichten. Ein Ort vor etwa 17.000 Jahren am Ostufer des Sees von Genezareth, Ain Gev, kann ebenfalls dafür benannt werden. Dort wurden behauene Steine als mutmaßliche Bodenplatten für dauerhafte runde Hütten gefunden, dazu Sichelklingen und ein Steinmörser zum Zerstoßen von frühem wilden Getreide.

Burchard Brentjes spricht für die Zeit...

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