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Die völkerrechtliche Situation in den Republiken der Föderationskreise „Nordkaukasus“ und „Südrussland“ im russischen Teil der Nordkaukasus-Region

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Falk Hartmann

Der Nordkaukasus war in den vergangenen Jahren immer wieder im Fokus der medialen Aufmerksamkeit. Insbesondere die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Russischen Föderation und Tschetschenien sowie der Konflikt um Abchasien und Südossetien prägten die jüngere Historie. Die Arbeit beschäftigt sich mit der politischen und völkerrechtlichen Situation in den Republiken des russischen Teils des Nordkaukasus. Schwerpunkte liegen dabei auf der (völkerrechtlichen) Bewertung der Tschetschenien-Kriege sowie der Darstellung der Reichweite und Grenzen des Selbstbestimmungsrechts in den einzelnen russischen Nordkaukasus-Republiken.

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Teil 4 Republiken des Föderationskreises „Südrussland“

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Die Republik Adygeja liegt im äußersten Nordwesten des Kaukasus und wird von allen Seiten von der russischen Region Krasnodar1867 umgeben. Die Republik erstreckt sich von den Gebirgszügen bis in die fruchtbare Ebene des Kuban-Flusses und berührt im Westen den Stadtrand von Krasnodar. Die Hauptstadt der etwa 7.600 qkm großen Republik ist Maikop, die zweitgrößte Stadt ist Adygejsk.1868 Diese beiden Städte sind auch die beiden einzigen städtischen Siedlungs- und Ballungsräume der Republik, wobei Maikop Hauptstadt und Regierungssitz der Republik ist.1869 Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in Maikop ein größerer deutscher Militärflughafen, der sowohl ein Jagdflieger- und Bomberhorst als auch ein Frachtumschlagplatz für Versorgungsflieger war.

Die Mehrheit der etwa 440.000 Einwohner1870 Adygejas (65 % davon sind Russen, 24 % sind Adygier, der Rest sind Vertreter Dutzender anderer Nationalitäten und Volksgruppen)1871 ist in der Landwirtschaft tätig. In eher geringen Mengen werden außerdem Rohstoffe wie Erdgas und Erdöl gefördert.1872 An manchen Stellen hat man Bodenschätze entdeckt, so dass einige Adygier ihren Lebensunterhalt mit dem Abbau von Gold und Edelsteinen verdienen.1873 Im Industriebezirk Maikop, der vorwiegend von Russen bevölkert wird, sind Holzverarbeitung, Maschinenbau, Chemie, Zementindustrie sowie Betriebe für die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte wie Konservenfabriken, Weinkellereien, Milchverarbeitungswerke und Tabakfabriken angesiedelt.1874

Eine potenzielle Einnahmequelle für Adygeja ist der Tourismus.1875 Es existieren zahlreiche Heilquellen und die Landschaft wird aufgrund ihres milden Klimas, Bergsteppen und Bergwiesen auch als „kleine Schweiz“ bezeichnet. So...

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