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Das verhüllte Absolute

Essays zur zeitgenössischen Religionsphilosophie

Ludwig Nagl

Dieses Buch umfasst Essays zu drei Diskursfeldern der zeitgenössischen Religionsphilosophie: zur Neuthematisierung von Religion in der Kritischen Theorie (Habermas), zur Erkundung dieses Themenraums im Umfeld von Dekonstruktion und Postmoderne (Derrida und Vattimo) und zur (neo)pragmatischen Religionsphilosophie und ihrem pragmatizistischen Umfeld. Die Arbeiten zum letztgenannten Themenkreis bilden den Schwerpunkt des Bandes: Im Ausgang von Richard Rorty und Hilary Putnam wird jene religionsphilosophische Option untersucht, die die amerikanischen Pragmatisten Peirce, James und Dewey, vor allem aber der Protopragmatist Josiah Royce, in den zeitgenössischen Diskurs einbringen.

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Pragmatistische Religionsphilosophie: Der Jamessche Ansatz beimIndividuum und das am „community“-Begriff orientierte Religionskonzeptvon Royce 259

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259 Pragmatistische Religionsphilosophie: Der Jamessche Ansatz beim Individuum und das am „community“-Begriff orientierte Religions- konzept von Royce1 In vielen Kontexten der Gegenwartsphilosophie wird ausführlich diskutiert, dass im klassischen Amerikanischen Pragmatismus epistemologische Fragen über „Bedeutung“, über die „Festlegung von Meinungen“ und über Wahrheit auf in- novative, postmetaphysische Weisen exponiert und erörtert werden. Freilich: der klassische Pragmatismus hat auch noch eine andere, unterbelichtete Seite, die, vor allem in der rezenten europäischen Philosophie, nur wenig untersucht worden ist – sein ausgeprägtes Interesse am Thema Religion, an deren Struktur, deren Geltungsbedingungen, und deren pluralistischer Form. 0. Einleitung Zwei pragmatistische Denker sind für die Erkundung dieses Themenraums von spezieller Bedeutung: William James – jener Philosoph, der den Pragmatismus populär gemacht hat – und Josiah Royce, James s᾽ jüngerer Kollege in Harvard, dessen Studie The Problem of Christianity (1913)2 – obgleich sie einen hervorra- genden Beitrag zur begrifflichen Ortsbestimmung der Religion geleistet hat – in den letzten Dekaden, zum Nachteil der zeitgenössischen Pragmatismusstudien, fast gänzlich3 außer Sicht geraten ist. 1 Dieser – hier auf Deutsch erstveröffentlichte – Text ist die erweiterte Fassung eines Vortrags, der unter dem Titel „Two rival conceptions of religion in early pragmatism“ im September 2006 im Rahmen der Internationalen Tagung „The Philosophy of Prag- matism: Religious Premises, Moral Issues, and Historical Impact“ an der Babeş-Bo- lyai University, Cluj-Napoca, Rumänien, gehalten wurde. (In englischer Fassung wur- de dieser Vortrag im Sammelband Philosophy of Pragmatism. Religious Premises, Moral Issues and Historical Impact, edited by Monica Meru...

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