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Die Entdeckung der Landschaft in der italienischen Literatur an der Schwelle zur Moderne

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Birgit Ulmer

Wann beginnt in der italienischen Narrativik die Darstellung einer ästhetischen Erfahrung von Natur als Landschaft? Zunächst gilt es, den Begriff der literarischen Landschaft zu umreißen, der nur auf den ersten Blick unproblematisch erscheint. In der Analyse zentraler Texte der Renaissance und des Barock erweist sich die rhetorische Tradition als dominierendes Element der Darstellung von Natur. Die Entwicklungen des 18. Jahrhunderts führen schließlich zu Foscolos Briefroman Ultime lettere di Jacopo Ortis, der im Zentrum der Untersuchung steht. Er ist als Schwellentext zu charakterisieren und verweist in einigen Elementen der Naturdarstellung auf moderne ästhetische Konzeptionen. Diese werden in einem perspektivischen Ausblick auf nachromantische Landschaften weiterverfolgt.

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Inhaltsverzeichnis

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1. Vorwort .......................................................................................................... 9 2. Landschaft – Überlegungen zum Begriff .................................................. 13 2.1 Landschaft und Natur .............................................................................. 17 2.2 Landschaft und Kunst ............................................................................. 23 2.3 Landschaft und Garten ............................................................................ 27 2.4 Zur Geschichte der Landschaft ............................................................... 31 2.4.1 Landschaft in der Antike? .............................................................. 31 2.4.2 Der Fall Petrarca ............................................................................ 34 2.4.3 Moderne Konzeptionen .................................................................. 47 2.5 Landschaft in der Literatur ...................................................................... 51 3. docta varietas und meraviglia – kunstvolle Rhetorik über die Natur ..... 61 3.1 Angelo Polizianos synthetische Landschaften ........................................ 62 3.2 Die Form als Selbstzweck bei Giambattista Marino............................... 74 3.2.1 Ordo und varietas im Garten der Sinne ......................................... 78 3.2.1.1 Canto VI: Die Gärten des Gesichts- und Geruchssinns ............. 82 3.2.1.2 Canto VII: Die Gärten des Gehör- und Geschmackssinns ......... 87 3.2.1.3 Canto VIII: Der Garten des Tastsinns ........................................ 93 3.2.2 Natur außerhalb des Gartens der Sinne .......................................... 96 3.3 Zusammenschau .................................................................................... 103 4. An der Schwelle zur Moderne – Subjektivität und Selbstreflexivität.. 113 4.1 Der neue Landschaftsbegriff des 18. Jahrhunderts und die Rolle des Erhabenen ....................................................................................... 113 4.2 Ugo Foscolo – ein neoklassizistischer Romantiker .............................. 120 4.3 Italienische Narrativik im 18. Jahrhundert und die neue Gattung Roman ..................................................................................... 126 4.4 Ultime lettere di Jacopo Ortis ............................................................... 137 4.4.1 Konzentration auf das Ich – Gattung und Stil .............................. 146 4.4.2 Projektionsraum der Seele ........................................................... 160 4.4.3 Sonne und Mond – Tag und Nacht .............................................. 172 4.4.4 Die "hässliche" Landschaft – Urgewalt, Wüste und die Berge ... 178 4.4.5 Distanz und Nähe – Harmonie und Chaos ................................... 187 4.4.6 Kunst versus Natur und die Orte der Erinnerung ........................ 192 4.4.7 Landschaftsdarstellungen in der Fortsetzung von Sassoli ........... 201 4.4.8 Die Landschaften der Ultime lettere ............................................ 206 85. Nachromantische...

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