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Schutzzwecke des Lauterkeitsrechts

Entfaltung und Entwicklung zwischen 1909 und 2004

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Anton Plager

Das Lauterkeitsrecht dient gemäß § 1 UWG dem Schutz der Mitbewerber, der Marktgegenseite und der Allgemeinheit. Diese Schutzzwecktrias ergibt sich keineswegs aus der Natur der Sache. Vielmehr ist sie historisch kontingent. Als in den Jahren 1896 und 1909 die ersten deutschen Gesetze gegen den unlauteren Wettbewerb erlassen wurden, galt als Schutzzweck dieses Rechtsgebiets allein der Mitbewerberschutz. Der Schutz der Allgemeinheit, später auch der Verbraucherschutz wurden erst allmählich als eigenständige Schutzzwecke des Lauterkeitsrechts anerkannt. Gerade angesichts der aktuellen kontroversen Schutzzweckdiskussion auf europäischer Ebene erscheint es als Desiderat der Forschung, die Entwicklung und Entfaltung der wettbewerbsrechtlichen Schutzzwecktrias zu analysieren.

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Inhalt

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Abkürzungsverzeichnis ..................................................................................... 17 Einleitung .......................................................................................................... 19 1. Teil Allgemeine Grundlagen A. Der Schutzzweck eines Gesetzes ................................................................. 25 I. Definition und allgemeine Beispiele ..................................................... 25 II. Bedeutung der Frage nach dem Schutzzweck ...................................... 26 III. Der Schutzzweck im Wettbewerbsrecht: Schutzobjekt und Schutzsubjekt ................................................................................. 27 B. Die Rechtfertigung der Frage nach dem Schutzzweck eines Gesetzes ........ 28 I. Die Entwicklung der juristischen Methodenlehre und ihre jeweilige Sichtweise zur Gesetzesinterpretation ........................... 29 II. Das Richterbild im Wandel und seine Auswirkung auf die Interpretationslehre ................................................................... 32 III. Die Frage nach dem Normzweck: Bewertung aus heutiger Sicht ........ 34 C. Die Konkretisierung der Unlauterkeit unter besonderer Berücksichtigung der Teleologie .................................................................................................... 36 I. Begriff und Funktion der Generalklausel ............................................. 37 II. Die praktische Bedeutung von Präjudizien ........................................... 37 III. Das Verhältnis von Schutzzwecken und Auslegung ............................ 39 D. Die Bedeutung der Schutzzwecke im Wettbewerbsrecht ............................ 40 I. Schutzzwecke als Programmersatz ....................................................... 41 1. Anweisung zur Interessenabwägung ................................................. 41 2. Erhöhung der Transparenz ................................................................ 43 3. Erhöhung der Rechtssicherheit ......................................................... 44 II. Schutzzwecke als Hüter der Wettbewerbsfreiheit ................................ 45 III. Schutzzwecke als Entwicklungskontrolle ............................................. 47 IV. Schutzzwecke zur Korrektur des Anwendungsbereiches und des Sanktionssystems ..................................................................... 48 10 2. Teil Der Schutz der Interessen der Mitbewerber A. Einordnung des Mitbewerbers in die Wettbewerbsystematik ...................... 50 B. Entstehungsgeschichte des UWG von 1896 ................................................. 51 C. „Schutzzweck“-Diskussion beim Entwurf des UWG von 1896 .................. 55 I. Historischer Diskussionsstand .............................................................. 55 II. Allmähliche Schwerpunktverlagerung auf den Konkurrentenschutz ... 56 1. Politischer Aspekt ............................................................................. 56 2. Gesetzessystematische Gründe ......................................................... 57 3. Der Bedeutungsverlust strafrechtlicher Vorschriften ....................... 58 D. Das Deliktsrecht als Ausgangspunkt für den Konkurrentenschutz .............. 60 I. Die Entwicklung des...

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