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Politik und Religionskultur in Hessen und Nassau zwischen ‘Staatsumbruch’ (1918) und ‘nationaler Revolution’ (1933)

Ursachen und Folgen

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Karl Dienst

Auch Erlebnis- und Kampfbilder beeinflussen Beschreibung und Deutung der ‘Kirchlichen Zeitgeschichte’. Von einer theologienahen, selbstrechtfertigenden Erforschung des ‘Kirchenkampfes’ hin zu einer historisch-kritischen Rekonstruktion des protestantischen Milieus: Dieses heute vor allem von Allgemeingeschichtlern vertretene Forschungsziel eröffnet neue Wege zur Wahrnehmung und Interpretation einer vor allem für den Protestantismus schwierigen Zeit. Es enthält aber auch die Erkennen und Verstehen beeinträchtigenden Vorannahmen und Defizite, die hier – auch unter Einbeziehung der christlichen Studentenverbindung ‘Wingolf’ – durch eine Untersuchung des sich bis in die Gegenwart auswirkenden Verhältnisses von Politik und Religionskultur in Hessen und Nassau bearbeitet werden.

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Der 'Kirchenkampf' zwischen Beschreibung und Deutung: z.B. Pfarrer Richard Zitzmann (Gi 14) 197

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197 Der 'Kirchenkampf' zwischen Beschreibung und Deutung: z.B. Pfarrer Richard Zitzmann (Gi 14) Pfarrer Richard Zitzmann wurde am 12. 12.1892 als Sohn des 1. Konzertmeisters und Kapellmeisters des Städtischen Orchesters mit dem Titel 'Kammermusiker' Hermann Zitzmann in Mainz geboren. 1912 begann er das Studium der Theologie, Philosophie und Musik in Gießen, dessen Theologische Fakultät damals liberal ('Religionswissenschaftliche Schule': AT: Hermann Gunkel; NT: Wilhelm Bal- densperger, Wilhelm Bousset. Kirchengeschichte: Gustav Krüger) geprägt war. 1914 trat Richard Zitzmann in Gießen in die Christliche Studentenverbindung 'Wingolf' ein, der er bis zu seinem Tod die Treue hielt; 1951 nahm er noch das Band des Kölner Wingolfs auf. Nach dem in Gießen 1916 abgelegten Fakultätsex- amen als der ersten theologischen Prüfung besuchte er vom Oktober 1916 bis Au- gust 1917 das Hessen-Darmstädtische Predigerseminar in Friedberg/Hessen, wo auch der spätere Prälat der Hessischen Kirche Wilhelm Diehl sein Lehrer war. Nach dem in Darmstadt abgelegten zweiten theologischen Examen (Definitorialprüfung) wurde er am 30.9.1917 in Waldmichelbach/Affolterbach (Odenwald) ordiniert; von 1917 bis 1919 war er in Affolterbach und 1919 in Rüsselsheim als Pfarrassistent tä- tig, ehe er 1920-1921 die zweite Pfarrstelle der Johannesgemeinde in Mainz verwal- tete. Von 1921-1922 war er Vikar, dann bis 1930 Inhaber der Pfarrstelle in dem e- hemals ritterschaftlichen (Frhr. von Dienheim), ab 1816 großherzoglich-hessischen Ort Hahnheim mit dem ehemals gräflich Sickingenschen Ort Köngernheim a. d. Selz (mit einer Simultankirche) als Filial; beide Orte waren erst...

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