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Was ist Musiksoziologie?

Ausgewählte Texte- Herausgegeben von Michael Parzer

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Michael Parzer

Kurt Blaukopf (1914-1999) gilt als einer der bedeutendsten Musiksoziologen des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von einer empiristischen Tradition österreichischer Kunst- und Kulturforschung begründete Blaukopf die «Wiener Schule der Musiksoziologie», zu deren Zielsetzung die interdisziplinäre Erforschung musikalischer Praxis unter besonderer Berücksichtigung ihrer musik-, kultur- und medienpolitischen Relevanz zählt. Der Band Was ist Musiksoziologie? versammelt eine Reihe der wichtigsten musiksoziologischen Texte von Kurt Blaukopf, die zwischen 1949 und 1997 entstanden sind. Sie geben nicht nur Aufschluss über die zentralen Charakteristika der österreichischen Tradition musiksoziologischen Denkens, sondern zeichnen auch deren Entstehung und Weiterentwicklung nach.

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Michael Parzer Kurt Blaukopf 1914–1999: Ein bibliographischer Streifzug 13

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13 Michael Parzer Kurt Blaukopf 1914–1999: Ein bibliographischer Streifzug Kurt Blaukopf wurde am 15. Februar 1914 in Czernowitz, Buko- wina, geboren. Nach Volks- und Mittelschule in Wien begann er auf Wunsch seines Vaters mit dem Studium der Rechts- und Staats- wissenschaften an der Universität Wien. Seine wahre Vorliebe galt allerdings bereits in den frühen 1930er Jahren der wissenschaftli- chen Beschäftigung mit Musik. Nach eigenen Worten hatte er sich bereits als 18jähriger für die Musiksoziologie als Forschungsgebiet entschieden. Es sollten dreißig Jahre vergehen, ehe diese Absicht im Rahmen einer akademischen Institution realisiert werden konnte. Im Folgenden soll Kurt Blaukopfs wissenschaftlicher Lebenslauf unter besonderer Berücksichtigung seiner Schriften nachgezeich- net werden. Die Einteilung in sechs Schaffensperioden entspricht inhaltlichen Schwerpunktsetzungen. Zugleich spiegeln diese Zeit- abschnitte wichtige Stationen in Blaukopfs wissenschaftlicher Kar- riere wider und bilden darüber hinaus die Grundlage der chronolo- gischen Ordnungskriterien des Kurt-Blaukopf-Archivs am Institut für Musiksoziologie. 1935–1947 Wien, Paris, Jerusalem1 Die ersten Jahre des Studenten Blaukopf sind geprägt durch ein intensives musiksoziologisches Selbststudium. Rückblickend be- schreibt Kurt Blaukopf seine autodidaktischen Ambitionen folgen- dermaßen: „Jede freie Minute verbrachte ich in der Musiksammlung der Natio- nalbibliothek, um musikwissenschaftliche Literatur zu exzerpieren 1 Eine umfangreiche Dokumentation dieser Schaffensperiode fi ndet sich in der 1998 erschienenen Biographie Kurt Blaukopf: Unterwegs zur Musiksoziologie. Auf der Suche nach Heimat und Standort. Graz / Wien 1998; siehe auch: Herta Blaukopf: Kurt Blaukopfs (musikalisches) Österreich-Verständnis. In: Austria- ca, Nr. 56, 2003, S. 131-145. 14...

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