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Systemisches E-Learning

Ein theoretisches Modell für die Gestaltung offener Wissenssysteme

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Peter Glanninger

E-Learning wird meist in pädagogischen Zusammenhängen beschrieben. Bei einer solchen Sichtweise werden aber viele Bereiche ausgeblendet, die für ein umfassendes Verständnis von E-Learning von Bedeutung sind. In dieser Arbeit wird eine neue kommunikationswissenschaftliche Perspektive erarbeitet, die sich an einer systemischen Interpretation orientiert. Auf Basis einer systemtheoretischen Analyse wird ein Modell entwickelt, in dem E-Learning nicht mehr als eine Lehr-Lernmethode, sondern als soziales System und als ein Wissenssystem beschrieben wird. Die Funktionen, Prozesse und Strukturen, die E-Learning zugrunde liegen, werden dabei auf einer allgemeinen Ebene beschrieben. Somit kann das Modell in der Praxis auf die unterschiedlichsten E-Learning-Aktivitäten angewendet werden.

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3 Problemfelder von E-Learning 43

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3 Problemfelder von E-Learning Die bisherigen Ausführungen zeigen, dass es über die Ursachen, die dem "Nichtfunktionieren" von E-Learning zugrunde liegen, nur ein sehr unklares und ambivalentes Bild gibt. Sie zeigen aber auch, dass viele der Gründe, die für ein Nichtfunktionieren und für die Beschrei- bung der Problemebereiche benannt werden, auf Erkenntnissen aus den praktischen Anwendungserfahrungen basieren. Jenseits dieser pragmatischen und operativen Problemebenen fallen bei einer Annä- herung an E-Learning aber noch weitere grundlegende Schwierigkei- ten ins Auge. Diese Problemfelder sind zu einem wesentlichen Teil auf der Theo- rieebene angesiedelt und lassen sich zunächst auf drei grundlegende Bereiche reduzieren: 1. Begriffe und Formen und die Frage: Was ist E-Learning? 2. Theoriemodelle und die Frage: Wie lässt sich E-Learning theoretisch begründen? 3. Theorie-Praxis-Differenz und die Frage: Wie gestaltet sich das Ver- hältnis von theoretischen Ansprüchen und praktischer Umsetzung? Bei einer Annäherung an diese drei Fragen eröffnen sich aber noch weitere Probleme: Die ersten beiden Fragen sind eng miteinander ver- bunden, denn bei der Darstellung der Begrifflichkeit ist es nicht mög- lich, den Begriff von der Theorie zu trennen, auf deren Basis er be- schrieben wird. Ebenso unmöglich ist es, den Begriff von seiner histori- schen Semantik bzw. von der Entwicklung der verschiedenen E-Lear- ning-Modelle zu trennen. Und schließlich haben die Faktoren Begriff und Theorie wieder ursächliche Auswirkungen auf die Differenz zwi- schen Theorie und Praxis. Eine Trennung dieser drei Fragestellungen ist also nur analytisch-theoretisch möglich...

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