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Systemisches E-Learning

Ein theoretisches Modell für die Gestaltung offener Wissenssysteme

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Peter Glanninger

E-Learning wird meist in pädagogischen Zusammenhängen beschrieben. Bei einer solchen Sichtweise werden aber viele Bereiche ausgeblendet, die für ein umfassendes Verständnis von E-Learning von Bedeutung sind. In dieser Arbeit wird eine neue kommunikationswissenschaftliche Perspektive erarbeitet, die sich an einer systemischen Interpretation orientiert. Auf Basis einer systemtheoretischen Analyse wird ein Modell entwickelt, in dem E-Learning nicht mehr als eine Lehr-Lernmethode, sondern als soziales System und als ein Wissenssystem beschrieben wird. Die Funktionen, Prozesse und Strukturen, die E-Learning zugrunde liegen, werden dabei auf einer allgemeinen Ebene beschrieben. Somit kann das Modell in der Praxis auf die unterschiedlichsten E-Learning-Aktivitäten angewendet werden.

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10 Schlussbetrachtung und weiterführende Fragen 251

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10 Schlussbetrachtung und weiterführende Fragen Noch einmal soll auf das eingangs erwähnte Zitat von Marc J. Rosen- berg zurückgegriffen werden: "The question is no longer whether organi- sations will implement online learning, but whether they will do it well?" Ganz egal, aus welcher Perspektive man es betrachtet, muss festgehal- ten werden: E-Learning ist allgegenwärtig. Informationstransfer mittels Internet ist (zumindest für wohlhabendere Gesellschaften) mittlerweile zur Normalität geworden und der Schritt von der Suchmaschine zum Wissenssystem ist nur mehr ein kleiner. In diesem Sinne müsste anstel- le von E-Learning eigentlich von "e-Knowledge" gesprochen werden. Andererseits entwickelt sich E-Learning nicht so, wie die kommerziel- len Anbieter von E-Learning-Software dies erhoffen. E-Learning gestal- tet sich entsprechend den Bedürfnissen des Lerners höchst unter- schiedlich, individuell und elastisch und ist aus dieser Perspektive heraus über organisationelle Wege nicht steuerbar. E-Learning ent- wickelt sich nicht als Methode oder als didaktisches Konzept weiter, sondern zuvorderst als System und als kulturelle Praxis. Ob Podcast als E-Learning-Form Erfolg haben kann, hängt also von ganz andern Dingen ab, als ob ein Podcast-Beitrag "hype" gestaltet ist. Etwa davon, ob er die Interessen des potentiellen Lerners trifft; ob er geeignet ist, Anschlusskommunikation zu initiieren oder (aus der negativen Per- spektive) ob damit einfach nur Lernzeiten von der Arbeitszeit in die Freizeit des Arbeitnehmers verlagert werden sollen, um Kosten zu sparen. Auch wenn die (Google)Trends dagegen sprechen, E-Learning wird in Zukunft weiterhin eine wichtige Funktion in der Wissensland- schaft einnehmen. Vielleicht wird es...

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