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Der «caso Parmalat» in der Berichterstattung italienischer Print- und Rundfunkmedien

Eine Studie zur sprachlichen Markierung von Corporate Identity, lokaler und nationaler Identität

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Andreas Bschleipfer

Ausgezeichnet mit dem Förderpreis der Freunde der Universität Augsburg 2009.
Parmalat gehörte über Jahrzehnte zu den wichtigen Symbolen für die Wirtschaftsentwicklung Italiens und der Region Parma. Eine tiefgreifende Finanzkrise des Unternehmens 2003/2004 stellte das Identitätssymbol grundlegend in Frage. Die vergleichende Untersuchung der medialen Behandlung der Krise bildet das Rahmenthema dieses Buches. Es widmet sich der Konstitution von kollektiven Identitäten, den Ritualen und Symbolen nationaler und lokaler Identifikation sowie den damit verbundenen gesellschaftlichen Interessen. Die Fallstudie leistet einen sprach- und medienwissenschaftlichen Beitrag zur Theoriediskussion in der Identitätsforschung und geht folgenden Fragen nach: Wie beeinflussen Medien die Bedingungen von Identitätskonstruktionen? Inwieweit sind Unternehmen ambivalente Identitätssymbole, zumal wenn die Corporate Identity krisenhaften Einflüssen unterliegt? Wie werden Identitätsdiskurse konkret versprachlicht und medialisiert?

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5.5. Analyseergebnisse: Intertextualität und kollektive Identitäten 413

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5.4. Analyseergebnisse: Nationale Identität Italiens 413 PHÄNOTYP I: ITALIA POSITIVE ATTRIBUTE C) Historisch-kulturell: PHÄNOTYP II + EIGENSCHAFTEN una tradizione gastronomica che ha contribuito a far amare l'Italia al resto del mondo straordinaria richezza di vita il nostro paese è uno dei rari e privilegiati luoghi del pianeta in cui l'esistenza può essere dolce senza essere stupita BELEGE (IN AUSWAHL): la cultura e la tradizione dei prodotti tipici d'eccellenza (GAZ_14122003_Una giornata storica, Z. 28ff.); una tradizione gastronomica che ha contribuito a far amare l'Italia al resto del mondo [...] quella straordinaria richezza di vita che fa considerare il nostro paese [...] uno dei rari, e privilegiati luoghi del pianeta in cui l'esistenza può essere dolce senza essere stupita (GAZ_15012004_Ma Parma non è la Parmalat, Z. 25ff.). 5.5. Analyseergebnisse: Intertextualität und kollektive Identitäten In der Gesamtbetrachtung des Korpusmaterials sind auf lexikalischer Ebene Ge- brauchsrekurrenzen zu beobachten. Die auffällige Rekurrenz bestimmter Lexeme dient dabei zur Herstellung von Wertungen, die auf den caso Parmalat bzw. auf damit verbundene Identitätstypen bezogen sind. Die durch Wiederholung geschaf- fenen intertextuellen Bezüge kreisen dabei um solche lexikalische Einheiten, die zum einen auf identitäre Ontotypen (Personen, Institutionen/Unternehmen) sowie Phänotypen (Städte, Nationen) referieren, denen als solche bereits eine negative oder positive Wertung inhärent sein kann. Zum anderen ist eine Gebrauchsrekurrenz von Attributen und Schlagwörtern festzustellen, die eine Beurteilung eines (für sich genommen weder mit positiver noch negativer Wertung besetzten) Identitätstypus' erst herstellen. Die intertextuellen Rekurse...

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