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Chick Lit

Genrekonstituierende Untersuchungen unter anglo-amerikanischem Einfluss

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Annette Peitz

Chick Lit, Unterhaltungsliteratur von, über und für Frauen, ist ein Phänomen, das nicht nur Verlagen unerhörte Gewinne einbringt und sich spätestens seit dem Erfolg von Bridget Jones und Sex and the City einen festen Platz innerhalb der Popliteratur gesichert hat. Wie diese aktuelle Form von Frauenunterhaltungsliteratur funktioniert, welche Formen sie annimmt und welche Strategien sie verfolgt, wird in dieser Untersuchung geklärt. Dabei werden inhaltliche, formale und pragmatische Kriterien beachtet und alle medialen Darstellungsformen von Chick Lit analysiert. Inwiefern deutsche Autorinnen sich an den englischsprachigen Urmüttern des Genres orientieren und bedienen, zeigen die ausführlichen Einzelanalysen auf. Zielsetzung ist es, an Hand von ausgewählten deutsch- und englischsprachigen Texten eine möglichst allgemeingültige Beschreibung und Konfiguration des neu entstandenen Genres Chick Lit zu erstellen: Wie lautet die Formel, nach der erfolgreiche Chick Lit-Texte verfasst werden können? Darüber hinaus sollen die untersuchten Romane Auskunft über soziokulturelle Tendenzen in der postmodernen Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf den postfeministischen Diskurs geben.

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5 CL im anglo-amerikanischen Raum: Analysen 124

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124 5 CL im anglo-amerikanischen Raum: Analysen 5.1 Die Mütter der Chicks: Bridget Jones und Carrie Bradshaw Als Wegbereiter des Genres werden, wie schon weiter oben beschrie- ben, immer wieder die beiden Romane Sex and the City und Bridget Jo- nes‘s Diary genannt, die beide 1996 erschienen. Der Ursprung des Gen- res ist somit sowohl in den USA als auch in Großbritannien zu sehen. Um analysieren zu können, inwieweit sich Konstituenten des Genres weiter entwickelten sowie den Grundtenor bilden, erscheint es als sinn- voll, zunächst die beiden Urtexte sowie ihre Protagonistinnen Carrie Bradshaw (SatC) und Bridget Jones (BJD) gründlich zu betrachten. 5.1.1 Sex and the City: Kolumne, Roman, Serie, Film Da dieser Stoff in verschiedenen medialen Darstellungsformen existiert, muss zunächst geklärt werden, auf welche sich die Untersuchung be- zieht. Die ersten Zeitungskolumnen zum Thema Sex and the City erschienen 1994 im New York Observer von Autorin Candace Bushnell.379 Aufgrund ihres großen Erfolges wurden diese 1996 in Buchform herausgebracht. Es handelt sich dabei also nicht um einen typischen Roman im eigentli- chen Sinne, sondern eher um einzelne Episoden, die jedoch in größerem inhaltlichen Zusammenhang miteinander in Verbindung stehen. So er- scheinen bestimmte Figuren, darunter die Protagonisten Carrie Brads- haw, Samantha Jones und Mr. Big, immer wieder. Im Juni 1998 wurde SatC erstmals als Sitcom des Pay-TV Senders HBO ausgestrahlt, mit so- fortigem großen Erfolg.380 Die erste der insgesamt sechs Staffeln ist sehr eng an den Roman Bushnells angelehnt. Bestimmte Themen,...

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