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Chick Lit

Genrekonstituierende Untersuchungen unter anglo-amerikanischem Einfluss

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Annette Peitz

Chick Lit, Unterhaltungsliteratur von, über und für Frauen, ist ein Phänomen, das nicht nur Verlagen unerhörte Gewinne einbringt und sich spätestens seit dem Erfolg von Bridget Jones und Sex and the City einen festen Platz innerhalb der Popliteratur gesichert hat. Wie diese aktuelle Form von Frauenunterhaltungsliteratur funktioniert, welche Formen sie annimmt und welche Strategien sie verfolgt, wird in dieser Untersuchung geklärt. Dabei werden inhaltliche, formale und pragmatische Kriterien beachtet und alle medialen Darstellungsformen von Chick Lit analysiert. Inwiefern deutsche Autorinnen sich an den englischsprachigen Urmüttern des Genres orientieren und bedienen, zeigen die ausführlichen Einzelanalysen auf. Zielsetzung ist es, an Hand von ausgewählten deutsch- und englischsprachigen Texten eine möglichst allgemeingültige Beschreibung und Konfiguration des neu entstandenen Genres Chick Lit zu erstellen: Wie lautet die Formel, nach der erfolgreiche Chick Lit-Texte verfasst werden können? Darüber hinaus sollen die untersuchten Romane Auskunft über soziokulturelle Tendenzen in der postmodernen Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf den postfeministischen Diskurs geben.

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9 Anhang 258

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258 9 Anhang 9.1 Anhang 1: Telefon-Interview Olaf Wielk, Rowohlt-Verlag Gesprächsnotiz Olaf Wielk, Rowohlt Verlag, 21. März 2007 - Begriff CL wird im Verlag intern verwendet, Gebiet Frauenliteratur bei Rowohlt insgesamt in vier Teilgebiete unterteilt: CL (Zielgruppe 20 – 30jähriger) Hen Lit (Zielgruppe ab 30 – 40, Kinder, Ehe, etc.) Bewegender Frauenroman (z.B. Cecilia Ahern) Love & Landscape (z.B. Rosamunde Pilcher) - Begriff wird nicht zum vermarkten verwendet, weil Anglizismen auf deut- schem Buchmarkt generell nicht gut ankommen - Frauen-U-Lit verkauft sich per se NICHT (!!!) gut, (nur etwa 10% des Ge- samtvolumens, im Vgl. Spannung 40%), wird nur über einzelne Autoren verkauft, d.h. wer bereits einen Namen hat wie von Kürthy verkauft rich- tig gut, unbekannte Autoren eher weniger - Wichtiger Unterschied zu US /GB: Sparte verkauft sich nicht als Genre, sondern über Einzeltitel, daher ist Reihen-Bildung nicht sinnvoll, Reihen lässt man bewusst auslaufen, funktioniert auf deutschem Markt nicht mehr > Einzeltitelmarketing - Da Verkauf nicht über inhaltliche Rezept erfolgt, sind Verallgemeinerun- gen schwer möglich. Erfolg nicht vorher einschätzbar, Verlag selbst in manchen Fällen verwundert, warum sich einzelner Titel besonders gut verkauft, andere weniger: Bei Spannungs-Sparte kann man dies eher vo- raussehen, da gibt es bestimmte inhaltliche Kriterien, die für Verkaufser- folg entscheidend sind - Bsp. Mondscheintarif, vom Verlag nicht besonders vermarktet worden, kein offensives Marketing betrieben, trotzdem zum Riesenerfolg gewor- den - Im Bereich Frauen-U-Lit erscheinen etwa 2-3 Titel pro Monat, erfolgreich nur sehr wenige 258 259 - Deutsche Titel nicht zwingend erfolgreicher als...

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