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Veranstalterhaftung im Laufsport

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Yvonne Schuld

Für die Veranstalter von Lauf-Events stellt sich immer wieder die Frage, welche Pflichten gegenüber den teilnehmenden Sportlern bestehen und wie die Haftung ausgestaltet ist. Diese Abhandlung trägt dem Rechnung und analysiert die Veranstalterhaftung im Laufsport unter zivilrechtlichen Aspekten. Es wird dargestellt, welche vertraglichen Bindungen zwischen Veranstalter und Läufer bestehen und inwieweit diese als Grundlage der Veranstalterpflichten dienen. Außerdem werden die Sicherungspflichten des Sportveranstalters gegenüber Athleten im Allgemeinen erörtert, bevor anhand ausgewählter Gefahrensituationen eine ausführliche laufsportbezogene Pflichtenanalyse erfolgt. Abschließend thematisiert die Autorin die Rechtsfolgen von Leistungsstörungen und Pflichtverletzungen durch den Laufveranstalter und untersucht die Zulässigkeit von Haftungsbeschränkungen.

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Einleitung 1

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1 Einleitung „Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft“ – so drückte es einmal der be- rühmte Langstreckenläufer Emil Zátopek aus. Auch in Deutschland gehört das Laufen oder Joggen zu einer der beliebtesten Sport- und Freizeitaktivitäten. Nach Angaben des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) finden hierzu- lande jährlich mehrere tausend Rennen mit über 1,5 Millionen Teilnehmern statt.1 Die meisten dieser Veranstaltungen sind noch recht jung. Die Tradition von Laufwettbewerben lässt sich freilich bis ins Altertum zurückverfolgen. Da- mals waren die Wettkämpfe vor allem soldatische und kultische Übungen oder Auswahlverfahren für zivile und militärische Botenläufer. Im angehenden 18. Jahrhundert – also lange vor dem ersten Marathon der modernen Sportgeschich- te – legten dann die wettbegeisterten Engländer den Grundstein für eine Profes- sionalisierung der Wettbewerbe. Sie schlossen gute Athleten in Clubs und Teams zusammen und veranstalteten sog. Cross- und Fellrunnings. Auch die Olympischen Spiele führten weltweit zu einem steigenden Interesse am Laufsport. Die aktive Teilnahme blieb jedoch weiterhin Sache einiger exotischer Spezialisten. Erst gegen 1960 öffneten sich Laufveranstaltungen allmählich den Breitensportlern. In den 70er und 80er Jahren setzte dann der Jogging- und Ma- rathon-Boom ein – und hält bis heute an. Viele Wettbewerbe locken hunderte oder gar tausende Teilnehmer und Zuschauer an. Es sind „Events“ mit Massen- charakter geworden. Auch zu jeder deutschen Großstadt gehört inzwischen ganz selbstverständlich ein Marathon oder eine vergleichbare Laufveranstaltung. Für Kommunen und Tourismusvereine sind die Wettbewerbe eine willkommene Ge-...

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