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Veranstalterhaftung im Laufsport

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Yvonne Schuld

Für die Veranstalter von Lauf-Events stellt sich immer wieder die Frage, welche Pflichten gegenüber den teilnehmenden Sportlern bestehen und wie die Haftung ausgestaltet ist. Diese Abhandlung trägt dem Rechnung und analysiert die Veranstalterhaftung im Laufsport unter zivilrechtlichen Aspekten. Es wird dargestellt, welche vertraglichen Bindungen zwischen Veranstalter und Läufer bestehen und inwieweit diese als Grundlage der Veranstalterpflichten dienen. Außerdem werden die Sicherungspflichten des Sportveranstalters gegenüber Athleten im Allgemeinen erörtert, bevor anhand ausgewählter Gefahrensituationen eine ausführliche laufsportbezogene Pflichtenanalyse erfolgt. Abschließend thematisiert die Autorin die Rechtsfolgen von Leistungsstörungen und Pflichtverletzungen durch den Laufveranstalter und untersucht die Zulässigkeit von Haftungsbeschränkungen.

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Zusammenfassung 213

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213 Zusammenfassung 1. Kapitel Bei den Bezeichnungen Sportveranstaltung und Sportveranstalter handelt es sich um tatsächliche Begriffe, nicht um Rechtsbegriffe. Die Sportveranstaltung ist ein planmäßig organisiertes, zeitlich begrenztes Ereignis, das einen vom all- gemeinen Sportbetrieb zu differenzierenden Gefahrenbereich darstellt und von öffentlichem Interesse begleitet wird. Je größer das Event ausfällt, desto kom- plexer werden die Organisationsstrukturen und desto mehr Risikoquellen erge- ben sich. Als Sportveranstalter im haftungsrechtlichen Sinne gilt nur derjenige, der den Wettbewerb organisiert und vor Ort die maßgeblichen tatsächlichen Leistungen erbringt (Durchführung und Lenkung). Der Laufsport gehört zu den grundsätzlich weniger gefahrgeneigten Indivi- dualsportarten. Gerade Langstreckenwettbewerbe genießen hohe Popularität und haben sich vielfach zu Massenveranstaltungen für Breitensportler entwickelt. Sie setzen allerdings ein spezielles Ausdauertraining und eine gute physische Konstitution voraus, nicht zuletzt deshalb, weil die Teilnehmer starken äußeren Einflüssen ausgesetzt sind. 2. Kapitel Grundlage der Beziehung zwischen Sportveranstalter und Aktivem ist regelmä- ßig der sog. Sportveranstaltungsteilnahmevertrag. Bei ihm handelt es sich um einen gegenseitigen Vertrag, der die Rechte und Pflichten der Parteien festlegt und von diesen frei ausgestaltet werden kann. Bei Laufwettbewerben ist danach zu differenzieren, ob der Vertrag mit Breitensportlern oder Topathleten ge- schlossen wird: Mit Hobby- und Amateurläufern kommt – ähnlich wie bei Zuschauer- und Besucherverträgen – ein Typenmischvertrag zustande. Dieser enthält neben werkvertraglichen Elementen oft auch noch solche des Kauf- und Dienstrechts sowie sonstiger gesetzlicher Vertragstypen. Partei des Teilnahmevertrags wird – neben dem Athleten – immer derjenige, der bei objektiver Betrachtungsweise aus...

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