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Einreisetourismus in Deutschland

Paneldatenanalysen und SARIMA-Prognosen

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Verena Dexheimer

Der Einreisetourismus bildet für Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre einen langfristig stabilen Wachstumsmarkt. Dennoch existieren hierfür nur wenige meist deskriptive Analysen. Um diese Lücke zu schließen, betrachtet diese Arbeit im Rahmen einer statistisch-ökonometrischen Untersuchung den Einreisetourismus gesondert für das Einreiseland Deutschland. Zunächst werden Einflussgrößen der ausländischen Tourismusnachfrage herausgearbeitet und mit statischen und dynamischen Paneldatenmodellen quantifiziert, aus denen sich langfristige Wirkungszusammenhänge ableiten lassen. Im weiteren Verlauf werden Prognosemodelle auf Basis saisonaler Zeitreihenansätze nach Box-Jenkins bestimmt. Diese bilden die vergangene Entwicklung möglichst präzise nach, um kurzfristige Vorhersagen zu ermöglichen.

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5 SCHLUSSBEMERKUNGEN 142

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142 5 SCHLUSSBEMERKUNGEN Seit Mitte der 1990er Jahre bildet der Einreisetourismus einen langfristig stabi- len Wachstumsmarkt für die Bundesrepublik Deutschland, der auch ökonomi- sche Bedeutung besitzt. Ausgelöst durch die starke Zunahme der internationalen Besucherströme anlässlich der Fußball-WM im Jahr 2006 erlangte die Zahl der ausländischen Gäste allerdings erst in jüngster Zeit verstärkte Aufmerksamkeit in der öffentlichen Diskussion. Trotz der zunehmenden Bedeutung sind quantita- tive Untersuchungen, die den deutschen Einreisetourismus gesondert betrachten, sehr selten, weshalb das Ziel der vorliegenden Arbeit darin bestand, die auslän- dische Gästezahl unter statistisch-ökonometrischen Gesichtspunkten zu analy- sieren. Im Zuge dessen dienten zunächst moderne Paneldatenansätze der Ermittlung von langfristigen Wirkungszusammenhängen zwischen der Gäste- zahl und ihren makroökonomischen Bestimmungsgrößen der 30 wichtigsten deutschen Quellmärkte. Anschließend kamen zur kurzfristigen Vorhersage der ausländischen Gästezahl in Gesamtdeutschland saisonale Prognoseverfahren nach dem Box-Jenkins-Ansatz zum Einsatz, welche sich besonders gut dafür eignen, unterjährige Nachfrageschwankungen zu berücksichtigen. Als Grundlage für die empirischen Analysen wurden in Kapitel 2 zunächst rein deskriptiv die Entwicklungen des deutschen Einreisetourismus und dessen natio- nale und globale Rahmenbedingungen betrachtet. Aus den vielschichtigen Ver- änderungen auf dem Weltmarkt ließen sich potentielle Bestimmungsgrößen ab- leiten, die im Rahmen der Paneldatenanalyse dann auf ihre Einflüsse hin unter- sucht wurden. Vorab wurden hier insbesondere ökonomische Entwicklungen, der technische Fortschritt und die Globalisierung, aber auch Strukturänderungen auf der Nachfrage- und Angebotsseite sowie externe Schocks...

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