Show Less

Rechtsfähige Wohnungseigentümergemeinschaft und nichtrechtsfähige Gemeinschaft der Wohnungseigentümer

Entstehung der rechtsfähigen Wohnungseigentümergemeinschaft als Folge richterlicher Rechtsumgestaltung und ausgewählte Folgeprobleme

Series:

Henning Blaufuß

Rechtsetzung ist im demokratischen Rechtsstaat nicht auf die Legislative beschränkt. Auch der Judikative kommt die Aufgabe der Rechtsetzung dort zu, wo Normzweckverwirklichung zu scheitern droht oder Normzwecke entfallen sind. Am Beispiel der Entscheidung des BGH zur Rechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft wird deutlich, daß die Grenzen erlaubter Rechtsfortbildung immer wieder überschritten werden. Die Arbeit zeigt auch, daß unerlaubte Rechtsfortbildung nicht nur grundsätzliche Bedenken wegen Verletzung des Gewaltenteilungsprinzips aufwirft, sondern die vermeintliche Problemlösung oft neue Probleme schafft. Auch im Gesetzgebungsverfahren zur Normierung der Rechtsfähigkeit fand eine umfassende Folgenabschätzung nicht statt, was anhand ausgewählter Folgeprobleme verdeutlicht wird.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Inhalt

Extract

Vorwort..............................................................................................................................VII Literaturverzeichnis ....................................................................................................XIX Einleitung.............................................................................................................................1 Erster Teil. Analyse und Kritik der BGH-Entscheidung..................................3 § 1 Der Gegenstand der Entscheidung .......................................................................3 § 2 Formelle Fragen ..........................................................................................................4 A. Die Frage der Vorlage an den Großen Senat .....................................................5 I. Die Wahl der richtigen Vorlageart....................................................................6 II. Die Voraussetzungen der Divergenzvorlage nach § 132 Abs. 2 GVG.....7 1. Vorlagepflicht ............................................................................................7 2. Divergenz in einer gleichen Rechtsfrage ...............................................7 3. Entscheidungserheblichkeit.....................................................................7 a) Gegenstand des Verfahrens..............................................................8 b) Vorfrage der strittigen Verbindlichkeit...........................................8 aa) Alte Rechtslage ............................................................................9 bb) Ansicht des BGH seit 2005 .......................................................9 cc) Konsequenzen ...........................................................................10 4. Ergebnis....................................................................................................10 III. Die Voraussetzungen der Divergenzvorlage nach § 2 RSprEinhG.......10 IV. Die Voraussetzungen der Grundsatzvorlage nach § 132 Abs. 4 GVG ................................................................................................................10 1. Frage von grundsätzlicher Bedeutung .................................................11 2. Erforderlichkeit .......................................................................................11 a) Fortbildung des Rechts ...................................................................11 b) Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung............................11 3. Entscheidungserheblichkeit und Ermessen........................................11 4. Ergebnis....................................................................................................12 V. Ergebnis ............................................................................................................12 B. Obiter dictum ........................................................................................................12 C. Ergebnis..................................................................................................................13 X Inhalt § 3 Die Rechtsfähigkeit als (vermeintliche) Vorfrage...........................................14 A. Definition und Einordnung – Anknüpfung an eine gesetzliche Anordnung.............................................................................................................14 I. Die natürliche Person .......................................................................................14 II. Die juristischen Personen...............................................................................15 III. Personengesellschaften .................................................................................16 1. Personenhandelsgesellschaften und Partnerschaftsgesellschaft ......16 2. Gesellschaft bürgerlichen Rechts .........................................................17 a) Die Entscheidung des BGH zur Rechtsfähigkeit der Außen-GbR.......................................................................................17 b) Gesetzliche Normierung? ...............................................................18 aa) § 11 Abs. 2 Nr. 1 InsO.............................................................18 bb) § 191 Abs. 2 Nr. 1 UmwG.......................................................18 cc) § 14 BGB....................................................................................19 dd) § 1059 a Abs. 2 BGB ................................................................19 ee) § 7 Nr. 3 MarkenG....................................................................20 ff) Ergebnis......................................................................................20 3. Erben- und Gütergemeinschaft ............................................................20 IV. Zwischenergebnis...........................................................................................21 B. Folgerungen für die Wohnungseigentümergemeinschaft...............................22 I. Fehlende Anordnung im WEG und der...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.