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Die Bedeutung des EG-Beihilfenrechts für wirtschaftsverwaltungsrechtliche Genehmigungsentscheidungen

Eine Untersuchung am Beispiel personenbeförderungsrechtlicher Genehmigungen nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs in der Rechtssache «Altmark-Trans»

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Nils Benjamin Plenge

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs in der Rechtssache «Altmark Trans» stellen Ausgleichsleistungen der öffentlichen Hand zur Erbringung gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen Beihilfen im Sinne des Art. 87 Abs. 1 EG dar, wenn im Rahmen ihrer Gewährung die vom Gerichtshof entwickelten «Altmark-Kriterien» nicht eingehalten werden. Damit stellt sich die Frage, welche Bedeutung möglichen Verstößen gegen das EG-Beihilfenrecht im Rahmen mitgliedsstaatlicher Verwaltungsentscheidungen zukommt. Dies wirft interessante Fragen des Zusammenspiels der gemeinschaftsrechtlichen und nationalen Rechtsnormen auf, hat aber auch erhebliche Folgeaspekte der Praktikabilität. Am Beispiel personenbeförderungsrechtlicher Genehmigungsverfahren im chronisch defizitären straßengebundenen Öffentlichen Personennahverkehr untersucht der Autor, ob die Frage beihilfenrechtskonformer Finanzierung bereits Gegenstand wirtschaftsverwaltungsrechtlicher Genehmigungsentscheidungen sein muss oder ausschließlich der Europäischen Kommission vorbehalten ist. Die Untersuchung kommt nach einer umfassenden Auslegung der einschlägigen Rechtsnormen zu dem Ergebnis, dass eine Pflicht zur Berücksichtigung von Beihilfenfragen bereits im wirtschaftsverwaltungsrechtlichen Genehmigungsverfahren aus dem Gemeinschaftsrecht und deutschem Verfassungsrecht folgt. Die für den Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs im Dezember 2009 in Kraft getretene EG-Verordnung 1370/07 steht diesem Ergebnis nicht entgegen.

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Inhaltsverzeichnis

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ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS .................................................................................. 17 1. KAPITEL EINLEITUNG ..................................................................................... 21 A) Vorbemerkung und Gang der Arbeit ........................................................ 22 B) Einführung in die Problematik: Die Bedeutung von Finanzierungsfragen in den einzelnen Schichten des die Fragen des ÖPNV normierenden Rechts .............................................................. 25 I.) Das Personenbeförderungsgesetz.......................................................... 26 1.) Vom Anwendungsbereich erfasste Beförderungen ............................. 26 2.) Genehmigungspflicht........................................................................... 27 3.) Genehmigungsvoraussetzungen im Überblick .................................... 29 a) Übersicht............................................................................................. 29 b) Finanzierungsfragen im gewerberechtlichen Kontext ....................... 31 aa) Chronisch defizitärer Betrieb ....................................................... 31 bb) Staatlicher Gewährleistungsauftrag.............................................. 32 cc) Staatliche Kofinanzierung ............................................................ 34 dd) Finanzierungsfragen beim Marktzugang...................................... 36 c) Fehlen einer Pflicht zur Prüfung von Finanzierungsfragen im PBefG ............................................................................................ 37 4.) Traditionelles Prüfungsprogramm zur Erteilung einer Gewerbekontrollerlaubnis.................................................................... 38 II.) Sekundäres Gemeinschaftsrecht: Die Verordnung (EWG) 1191/69 .... 38 1.) Der Inhalt der Verordnung im Überblick ............................................ 39 2.) Auswirkungen auf das deutsche Personenbeförderungsrecht ............. 41 3.) Anwendbarkeit der Verordnung oder Teilbereichsausnahme eigenwirtschaftlicher Verkehrsleistungen?.......................................... 43 a) Bedeutung für die Untersuchung........................................................ 44 b) Grundsätzliche Möglichkeit einer Teilbereichsausnahme nach Auffassung des Gerichtshofs.............................................................. 44 c) Rechtssichere Abgrenzung eigen- und gemeinwirtschaftlicher Verkehre im Sinne des Gerichtshofes? .............................................. 45 4.) Arbeitshypothese für den weiteren Gang der Untersuchung............... 49 III.) Kofinanzierung im Lichte des allgemeinen europäischen Beihilfenrechts....................................................................................... 51 1.) Die Rechtsache „Altmark Trans“: Sachverhalt und Verfahrensgang.................................................................................... 51 2.) Vereinbarkeit von Ausgleichszahlungen mit dem EG-Beihilfenrecht ................................................................................ 53 8 a) Beeinträchtigung des Handels zwischen den Mitgliedsstaaten.......... 53 b) Begünstigung...................................................................................... 54 aa) Uneinheitliche Rechtsprechung vor der „Altmark Trans-Entscheidung“.................................................... 54 bb) Neue Konturierung des Beihilfenbegriffs im „Altmark Trans-Urteil“ ................................................................ 55 cc) Entwicklung der vier „Altmark Trans-Kriterien“ ........................ 56 c) Materielle Parallelität...

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