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Peter der Große als Militärreformer und Feldherr

Peter Hoffmann

Peter der Große wird in seinem Wirken als Militärreformer sowie als Truppenkommandeur und Feldherr geschildert. Mit dem Vergleich der Schlachten bei Lesnaja und bei Poltawa werden neue Akzente gesetzt. Der russische Sieg bei Poltawa wird als ein Streitpunkt in den gegenwärtigen russischen und ukrainischen Auffassungen gewertet. Das «Militärreglement von 1716» erweist sich als Konvolut, die Petrinische Gesetzgebung damit gegenüber der bisherigen Forschung als vielschichtiger. Mit den Petrinischen Reformen setzt sich in Rußland die Herauslösung des Militärs aus der Zivilgesellschaft durch.

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Vorwort 11

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Vorwort Über Zar Peter den Großen gibt es eine Vielzahl von Büchern und Aufsätzen unterschiedlichen Genres, von wissenschaftlich fundierten Forschungsarbeiten bis hin zu populären, teilweise romanhaft ausgestalteten und die historischen Realitäten frei interpretierenden Berichten. Bei dieser Sachlage will es beinahe als vermessen erscheinen, eine weitere Publikation, wenn auch zu einem Teilas- pekt, anzubieten. Aber es wird keine Biographie des großen Zaren vorgelegt, auch keine Geschichte Rußlands an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert oder des Nordischen Krieges, auch keine Geschichte der militärischen Refor- men, obwohl alle diese Fragen immer wieder einbezogen werden müssen. Die zu behandelnde Problematik ist spezieller: Es werden militärhistorische Proble- me der Zeit unter dem Aspekt des Wirkens und des Eingreifens des Zaren Peters des Großen ins Blickfeld gerückt. Unter den vielfältigen Reformen, die Zar Pe- ter in Rußland durchgesetzt hat, ist den Reformen in Armee und Flotte besonde- re Bedeutung zuzumessen. Sie boten die Grundlage dafür, daß die zu jener Zeit in Europa dominierende Militärmacht Schweden besiegt werden konnte. Bei der umfassenden Aktivität Peters des Großen bedeutet die Konzentration auf das Militärwesen aber auch, die Verknüpfung der behandelten militärischen und strategischen Probleme mit außenpolitisch-diplomatischen, wirtschaftlichen, verwaltungstechnischen, bildungs- und wissenschaftspolitischen sowie kulturel- len Fragen zumindest anzudeuten. Zu allen Einzelproblemen gibt es Publikatio- nen, überwiegend in russischer Sprache, eine zusammenfassende Sicht unter dem hier ausgewählten speziellen Aspekt fehlt jedoch bisher. Das ungenügende Eingehen...

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