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Idylle und Tragik im Spätwerk Goethes

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Annette Schneider

Die vorliegende Untersuchung zeigt, daß die Konstellation von Idylle und Tragik nicht nur als Schlüssel für die strukturgesetzliche Eigenart des goetheschen Spätwerks dient, sondern darüberhinaus seinen literaturgeschichtlichen Ort zu kennzeichnen vermag. Die beiden einleitenden Kapitel erstellen durch einen knappen Überblick über die geschichtlichen Wandlungen des Idyllischen und Tragischen die historisch-poetologischen Voraussetzungen, um die spezifische Art ihrer Verschränkung im goetheschen Spätwerk prägnant hervortreten zu lassen. Dessen Analyse bildet den Schwerpunkt der Untersuchung, die, neben den lyrischen Einzelzyklen, den Modifikationen des Idyllischen und Tragischen in drei, jeweils eine Gattung repräsentierenden, Werken nachgeht: dem Roman «Die Wahlverwandtschaften», der Lyrik des «West-östlichen Divan» und der «Faust-II»-Tragödie. Dabei stehen «Divan» und «Faust» komplementär zueinander: Während jener als Idylle im Zentrum das Tragische birgt, ist es in der Faust-Tragödie die Idylle, die die Schnittstellen der dramatischen Struktur, Krisis und Verwandlung, markiert. «Die Wahlverwandtschaften» nehmen eine Sonderposition ein: in ihnen wird die Idylle, Arkadien, als immer wieder verfehlte Intention in ihrer Abwesenheit thematisch.

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INHALTSVERZEICHNIS

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DANK 1 EINLEITUNG 3 1 DIE FRAGE NACH DER IDYLLE IM ZUSAMMENHANG IHRER GESCHICHTE 1.1 EINLEITUNG 9 1.1.1 Zur Forschung 9 1.1.2 Zum Problem des Idyllischen 11 1.2 IDEE UND GESCHICHTE. EINIGE BEISPIELE 13 1.2.1 Theokrit 13 1.2.2 Vergil 14 1.2.3 Renaissance 17 1.2.4 Barock 18 1.2.5 Anakreontik 19 1.2.6 Samuel Geßner 20 1.2.7 Umdeutung Arkadiens und bürgerliche Idylle 22 1.2.8 Klassizismus 23 2 METAMORPHOSEN DES TRAGISCHEN. EIN GESCHICHTLICHER ABRISS 2.1 Einleitung 27 2.1.1 »Edle Einfalt, stille Größe« 27 2.1.2 Die Tragödie. Eine Definition 30 2.2 ARISTOTELES 30 2.3 IDEE UND GESCHICHTE 34 2.3.1 Mittelalter 34 2.3.2 Renaissance und Barock 35 2.3.3 Aufklärung 37 2.3.4 Sturm und Drang 40 2.3.4.1 Shakespeare als Vorbild 40 2.3.4.2 Goethe: »Götz von Berlichingen« 43 2.3.4.3 Goethe: »Clavigo« 43 2.3.4.4 Goethe: »Die Leiden des jungen Werthers« 45 VIII 2.3.5 Klassizismus 49 2.3.5.1 Autonomie des Kunstwerks 49 2.3.5.2 Ambivalenz des Schönen. Zum Verhältnis von Idylle und Tragik in der ästhetischen Theorie 51 2.4 APORIEN DER KLASSIK – ZUM VERHÄLTNIS VON IDYLLE UND TRAGIK IN DER KLASSISCHEN PHASE GOETHES 56 2.4.1 Innenführung des Tragischen 56 2.4.2 »Torquato Tasso« 60 2.4.3 Die französische Revolution 67 2.4.4 »Auch ich in der Champagne. Campagne in Frankreich«. Idylle in einem »Zyklus von Tragödien« 70 2.4.5 »Die natürliche Tochter«. Vom Verlust des Humanen in der Gesellschaft 76 2.5 ZUR TRAGÖDIENTHEORIE GOETHES 83 2.5.1 »Über Laokoon«. Eine »tragische Idylle« 83 2.5.2 »Der Tänzerin Grab« 84 2.5.3 »Die tragischen Tetralogien...

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