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Geschäfte der Kapitalgesellschaft mit ihren Organmitgliedern

Ein Rechtsvergleich zwischen Deutschland, England und Frankreich

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Hans-Georg Schulze

Unter dem Stichwort «Corporate Governance» findet seit einigen Jahren eine lebhafte Diskussion über die Optimierung der Kontrolle der Geschäftsführung, des Vorstands und des Aufsichtsrats statt. Hintergrund für diese Diskussion waren die Globalisierung der Kapitalmärkte und die in den letzten Jahren ansteigende Anzahl von Meldungen über einzelne Fälle von Missmanagement bis zur Herbeiführung von existenzvernichtenden Unternehmenskrisen. Diese Studie untersucht die bestehende Rechtslage im deutschen, englischen und französischen Recht und stellt Verbesserungsvorschläge für bestehende gesetzliche Regelungen auf. Ferner werden unternehmensinterne Kontrollsysteme vorgestellt, zu deren Umsetzung sowohl der GmbH-Geschäftsführer als auch der Vorstand einer AG angehalten sind.

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Teil 2: Ausgewählte Kapitalgesellschaften im Überblick 7

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7 Teil 2: Ausgewählte Kapitalgesellschaften im Überblick Die folgenden Darstellungen geben einen grundlegenden Überblick über die ge- sellschaftsrechtlichen Verwaltungsstrukturen in England, Frankreich und Deutschland. Die in den nachfolgenden Kapiteln dargestellten Verbots- und Kon- trollmechanismen zur Überwachung von Geschäften zwischen der Gesellschaft und ihren Organmitgliedern sind zum Teil auf die Eigenheiten der jeweils national bestehenden Verwaltungsstrukturen zurückzuführen. Insofern lassen sich Rück- schlüsse auf die Übertragbarkeit von besonders effektiven englischen oder franzö- sischen Kontrollmechanismen auf das deutsche Recht nur anhand von Kenntnis- sen über die jeweilige Verwaltungsstruktur ziehen. § 5 England Die Untersuchung beschränkt sich für das englische Recht auf die zwei bekann- testen Kapitalgesellschaften: die „Private Limited Company“ (Ltd.) und die „Pub- lic Limited Company“ (P.l.c.). Beide Gesellschaftstypen sind bisher im britischen Companies Act von 1985 (CA 1985) geregelt. Die Regelungen des CA 1985 sol- len jedoch stufenweise bis Oktober 2009 durch den am 8. November 2006 verab- schiedeten Companies Act 2006 (CA 2006) ersetzt werden.13 Im Januar 2007 sind insofern bereits erste Regelungen zur Umsetzung der EG-Publizitätsrichtlinie betreffend die Einsichtnahme, Veröffentlichung und Aufbewahrung von Gesell- schaftsdokumenten sowie zur Verwendung elektronischer Kommunikationsfor- men in Kraft getreten.14 Über das Inkrafttreten sowie den Inhalt der weiteren Re- gelungen des CA 2006 wird weiterhin lebhaft gerungen. Ob der Zeitplan eingehal- ten werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Soweit neben den Vorschriften 13 Der Companies Act 2006 tritt stufenweise in Kraft. Zahlreiche politische Auseinandersetzun- gen haben fortlaufend zu Verzögerungen geführt. Die letzte...

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