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Aspekte der Textübersetzung Deutsch-Türkisch

Sergül Vural-Kara

Die Relevanz des übersetzungsmethodologisch fundierten Vorgehens beim Übersetzen wird in diesem Buch auf der Grundlage des Sprachenpaares Deutsch-Türkisch vor Augen geführt. Hierbei liegt der Fokus auf der Darlegung der bei der sprachlichen und kulturellen Interaktion durch Übersetzen zum Tragen kommenden Aspekte. Mit dem Anliegen eine Orientierungshilfe bei der Bewältigung von Übersetzungsschwierigkeiten zu leisten, werden spezifische Problempunkte beim deutsch-türkischen bzw. türkisch-deutschen Übersetzungsprozess erörtert. Die übersetzungsrelevanten Analysen stützen sich auf eine breit gefächerte Korpusgrundlage, durch die die Veranschaulichung und Prüfung übersetzungsrelevanter Überlegungen gewährleistet wird.

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8. Übersetzungsrelevante Analyse literarischer Texte 77

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77 8. Übersetzungsrelevante Analyse literarischer Texte Im Folgenden sollen repräsentativ ausgesuchte literarische Texte mit ihren von professioneller Hand angefertigten Übersetzungen verglichen werden. Der Gegenüberstellung von Ausgangs- und Zieltext werden übersetzungs- kritische Perspektiven zu Grunde gelegt. Diese Vorgehenweise gründet vorrangig auf dem übersetzungsdidaktischen Nutzen der Übersetzungs- kritik. Die Analyse eines Übersetzungstextes aus übersetzungskritischer Perspektive verwebt unterschiedliche Teilaspekte ineinander. Vorrangig ist hier natürlich die makro- und mikrostrukturelle Analyse des Aus- gangstextes, die basierend auf dem vorab vorgestelleten Textanalysemo- dell vorzunehmen sein wird. Die mikrostrukturelle Untersuchung wird auf die Bestimmung der stilistischen Merkmale des Textes ausgerichtet sein. Wie vorangehend bereits betont, spielt die Berücksichtigung der Stil- elemente bei der Übersetzung von literarischen Texten eine besondere Rolle. Das Zusammenwirken der stilistischen Mittel bestimmt die je spe- zifische Wirkung eines Textes. Zu prüfen ist also, ob der Übersetzer die Wirkung des Ausgangstextes auch im Zieltext wiedergeben konnte. Die hier gestellte Forderung nach Invarianz, die vorrangig auf die lexikalische und syntaktische Textstruktur deutet, kann natürlich nicht immer konstant aufrechterhalten werden. Das Abweichen von der ausgangssprachlichen Textvorlage sollte nur dann erlaubt bzw. bevorzugt werden, wenn durch den zielsprachlichen Sprachgebrauch keine andere Möglichkeit gegeben ist, oder das Eingreifen des Übersetzers zugunsten einer wirkungsglei- chen Zieltextkonzeption erforderlich ist, da ja die Wirkung als oberstes Kriterium gesetzt wird. Übersetzungskritische Wertungen dürfen somit nicht willkürlich vor- genommen werden: „Jeder Übersetzungsprozeß ist ein bipolarer Vorgang, der sich in der Gestaltung eines zielsprachlichen Textes unter ständiger Rückbindung an einen ausgangssprachlichen Text...

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