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Gott hat Israel nicht verstoßen

Biblisch-exegetische und theologische Perspektiven in der Verhältnisbestimmung von Israel, Judentum und Gemeinde Jesu

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Jacob Thiessen

Diese Arbeit sucht nach biblisch-exegetischen Antworten auf die Frage, was es in Bezug auf die Erwählung Israels und auf das Verhältnis der Gemeinde Jesu zu Israel als Volk Gottes bedeutet, dass Gott Israel «nicht verstoßen hat» (Röm 11,1f.). Nach einer Übersicht über die Substitutionstheorie in Geschichte und Gegenwart wird die bleibende Erwählung Israels nach Röm 9-11 exegetisch begründet. Alsdann geht es um das Verhältnis der Gemeinde Jesu zu Israel als Volk Gottes und um die Bedeutung des Neuen Bundes für diese Verhältnisbestimmung. Schwerpunkt der letzten Kapitel ist die Frage nach der verheißenen Wiederherstellung der Herrschaft Gottes für Israel aus der Sicht des Neuen Testaments und nach ihrer Beziehung zu der «tausendjährigen Königsherrschaft» Jesu Christi (Offb 20,1-6).

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Vorwort der Herausgeber 9

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9 Vorwort zur Reihe „Edition Israelogie“ Die Reihe „Edition Israelogie“ will Beiträge zu einer erneuerten Israellehre liefern. Sie adressiert dabei allerdings nicht Forschungsbereiche, wie die klassische Judaistik, die Judentumskunde oder die Orientalistik. Solche zuletzt genannten Forschungszweige beschäftigen sich primär mit der wissenschaftlichen Erforschung des Judentums in der Vielfalt seiner Erscheinungsformen, wie sie in der Geschichte, in der Kultur, in der Religiösität, in der Philosophie und in jeweils unterschiedlichen Literaturgattungen erfasst werden können. Dabei wird von einem eher neutralen Standpunkt aus versucht, das Judentum zu verstehen. Ähnliches wäre im Blick auf die Orientalistik auszusagen. „Israelogie“ demgegenüber verfolgt eine andere Zielsetzung. Als Forschungsbe- reich wird die Israelogie dankbar auf die Forschungsergebnisse der Judaistik, der Wis- senschaft vom Judentum, der Orientalistik und ähnlicher, sich mit Israel oder dem Ju- dentum bzw. mit der Semitistik im Allgemeinen beschäftigende Forschungsbereiche zurückgreifen, auch die Ergebnisse der alt- und neutestamentlichen Forschung wird sie berücksichtigen und auswerten. Doch im Rahmen dieser Verlagsreihe soll „Israelogie“ grundsätzlich und dezidiert als ein Teilbereich der christlichen Dogmatik verortet wer- den. Dabei ist u. a. die Frage relevant, wie die christliche Lehrbildung durch dogmati- sche Aussagen zum theologischen Verhältnis von Israel bzw. Judentum und christli- cher Gemeinde bereichert und qualitativ modifiziert werden kann (bzw. teilweise mo- difiziert werden muss). Wir befinden uns also bewusst auf christlich-dogmatischem Terrain. Eine Abgrenzung zu und gegenenfalls eine Überschneidung mit anderen For- schungsbereichen überdenkt der Dogmatiker stets im Bereich der Prolegomena, um die Aufgaben der...

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