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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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TEIL II

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DIE LIEDERTEXTE: ANALYSEN DER THEMATIK UND MOTIVIK Wir wenden uns jetzt den Analysen der Texte zu. Dabei soll der Wandel der Perspektive in Thematik und Motivik ausgewiesen werden. Zuerst wird die Brautzeit untersucht, die mit ihren Huldigungen das Gegenstück zum letzten Kapitel bildet. Die nächsten Kapitel beschäftigen sich mit den Themen: Die Ehefrau, das Verhältnis von Mutter und Kind, die Mutter der Söhne, die Mutter der Töchter, die Schwiegermutter. Ŕ Das Thema der Witwe ist in den Flamenco-Liedertexten nicht existent und wird deshalb nicht behandelt.- Im letzten Kapitel wird der negative Blick auf die Frau allgemein untersucht. 1. HULDIGUNGEN 1.1 Tradition der Liebeslieder und ihrer Motive. Die große Zahl früher, besonders aber auch im siglo de oro erschienener cancioneros, selvas und florestas zeigt uns, dass in Spanien ein grosses Bedürfnis nach immer neuen Liebesliedern bestand, ja dass geradezu ein "Gebrauchsmarkt" dafür existierte. Jedes Mal wurde behauptet, neue und noch nie gedruckte Lieder zu veröffentlichen.296. Schon die Titel verraten das Programm: "Espejo de enamorados" (1535/1540)297 "Vergel de amores"298, "Guirlanda esmaltada de galanes", bei der angekündigt wird, sie enthielte "obras muy apazibles para mancebos enamorados"299, "Dechado de galanes"300 "Flor de los enamoŔ 296 "Bien sabido es que la mayor parte de los recopiladores, aunque no hayan otra cosa que seguir ciegamente una floresta anterior, dicen siempre aquello de `nuevaŔ mente corregidos´ y `nunca impresos´...". Espejo de enamorados. Cancionero gótico, hg. Antonio Rodriguez Moñino, Valencia 1951,...

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