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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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2.3.2 García Matos 34

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34 2.3.2 García Matos. So kam der Musikwissenschaftler García Matos64 in den 1950er Jahren zu dem Schluß: "…bien podemos convencernos de la falacia que representa el atribuir al gitano el origen del cante flamenco o de las formas que de éste se consideran más agitanadas; o siquiera creer que fue el gitano quien a España lo importó. Al igual de los zíngaros de Rusia y Hungría los gitanos españoles pusieron oído para aprender de los naturales de la tierra que les aposentaba los cantos de tradición indígena; tenaz perseverancia en conservarlos y genialidad pasional para interpretarlos y transformarlos." 65 2.3.3 Luis Lavaur. Der Romanist Luis Lavaur66 kommt aufgrund seiner literarhistorischen Forschungen67, - er scheint auch den Inhalt des Aufsatzes von Schuchardt68 zu kennen - , zu den gleichen Ergebnissen wie dieser. Seine 1976 veröffentlichte und in polemischem Stil geschriebene Arbeit "Teoría Romántica del Cante Flamenco" leugnet die Urheberschaft der Zigeuner. Vielmehr öffnet er den Blick auf die allgemein europäische Zigeunermode, die sich in Spanien bereits in den sainetes von Iriarte (1750 Ŕ 1791) und Ramón de la Cruz (1731 Ŕ 1794) abzeichnete und in der Romantik in ganz Europa eine Blütezeit erlebte69, 64 "Sobre el Flamenco" (1984). - Manuel García Matos, (1912 Ŕ 1974) wird als einer der wichtigsten spanischen Folkloreforscher der Generation nach F. Pedrell betrachtet. Dreiunddreißig Jahre lang war er Professor für Folklore am Real Conservatorio Superior de Música in Madrid. "La...

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