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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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6.3 Francisco Rodriguez Marín: "Cantos populares españoles" 1882 und "El alma de Andalucía" 1929 80

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80 Verwünschungen und Flüche. Obszöne Texte und Texte auf StammŔ tischniveau sind nicht aufgenommen. Im Unterschied zu Fernán Caballero konnte sich Machado als Mann in den tablaos sowie in den - ausschließlich männlichen - Freundeskreisen bewegen. Er war in der Lage, sich mit den - überwiegend männlichen - Interpreten niederer Schichten auszutauschen, ohne sich in seinem gesellschaftlichen Status zu kompromittieren. Er hatte hiermit mehr Möglichkeiten als Fernán Caballero, die Orte aufzusuchen, an denen der Flamenco heimisch war. Ŕ Weder sein eigenes Interesse als Mann noch das Interesse dieser Umgebung waren der Übermittlung von Frauentexten förderlich. Hinsichtlich des Frauenbildes kristallisieren sich die reduzierten Themenkreise heraus, die in dieser männlichen Umgebung und für den Flamenco typisch sind: Die Huldigungen des Mannes an die Geliebte, die realitätsfremde Überhöhung der Mutter, Verwünschungen der schlechten Frau. 6.3 Francisco Rodriguez Marín: Cantos populares españoles 1882 und El alma de Andalucía en sus mejores coplas amorosas 1929. 6.3.1 Francisco Rodriguez Marín (Osuna (Sevilla), 1855 Ŕ Madrid, 1943) war Rechtsanwalt, Dichter und Gelehrter. Bis 1904 schrieb er Artikel für Zeitungen in Osuna, die er mit "El bachiller de Osuna" zu zeichnen pflegte. Schon seit seinen Studientagen interessierte er sich für Folklorethemen. Als er nach einer Kehlkopfoperation 1904 seine Stimme verlor, konnte er seinen Anwaltsberuf nicht mehr ausüben und widmete sich fortan ausschließlich der Literatur. Sein besonderes Interesse galt der traditionellen Volkskunde, Studien über Cervantes und der andalusischen...

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