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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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2.3 Die Ehe, positiv gesehen 162

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162 No quiero que me quieras ni yo quererte, ni que tú me aborrezcas ni aborrecerte. FC 271 Begeisterung für die Ehe ist auch bei dem folgenden Text nicht zu bemerken, er ist eher eine Rechtfertigung des Mannes gegen üble Vermutungen: Dicen que soy caprichoso y que yo no sé querer, yo te quiero hacer saber que siempre fui muy dichoso, como lo fue mi mujer. OrB 555 Die Frau dürfte mit ihrer Rolle nur zum Anwärmen des Bettes nicht besonders glücklich sein: Vente a la verita mía que cuando llega el invierno la camita se pone fría. OrB 217 2.3 Die Ehe, positiv gesehen Einer der wenigen Texte, aus denen man einen positiven ehelichen Zustand erschließen kann, ist folgender: Eres para mí el reposo eres para mí el recreo eres el clavel oloroso en el jardín que poseo. OrB 345 Das Schlüsselwort ist hier das "poseo", die Frau als Besitztum, wodurch man auf ein eheliches Verhältnis schließen kann. Freilich ist dieser Text einem anderen sehr ähnlich, der diese Frage offen lässt: Eras(sic) palmera y yo dátil427, tú eres zarza y yo me enredo, eres la rosa fragante del jardín de mi recreo. OrB 344 427 P. Hilgard, 2002, S. 159: "Die Palme galt im mediterranen Kulturkreis seit Urzeiten als ein ganz besonderer Baum. (..) Die Palme war der Baum des Lebens und sein Produkt, die Dattel, ein Ŕ vorwiegend männliches Ŕ Fruchtbarkeitssymbol." Im "Hohenlied" (7, 9)...

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