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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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3.1.2 Anrufe zur Sinnverschiebung oder zur Verstärkung desAmbientes 197

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197 De noche y de día ando caminando por ver si encuentro, madrecita mía, lo que voy buscando. OrB 310 En medio ´el camino me paré a pensar si seguía pa´lante, madre de mi alma, o me iba pa´trás [sic] . OrB 340 Er corasón e pena Tengo trespasao; Jasta er jablá, mare, con la gente Me cuesta trabajo. Demof. 120 Unpassend und ohne Sinn ist der Anruf in der folgenden Strophe, er könnte besser z.B. durch "hombre" ersetzt werden: Baluarte imbensible Isla e León, Como ganaron los franceses mare Fue po una traisión. Demof. 113 Wie aus der Form ersichtlich, handelt es sich um eine seguiriya mit einem Text aus der Zeit der napoleonischen Kriege. Da in den seguiriyas die Mutter fast stets genannt wird oder präsent ist, griff der Sänger gewohnheitsmäßig und gedankenlos nach der Interjektion "mare", um die Silbenzahl aufzufüllen. Die Sinnentleertheit springt hier ins Auge. 3.1.2 Anrufe zur Sinnverschiebung oder zur Verstärkung des Ambientes Wenn wir auch davon ausgehen müssen, dass diese Anrufe nicht immer wörtlich gemeint sind, so es ist doch auffallend, dass sie sich fast immer an eine weibliche Adresse wenden. Vergleichen wir diese beiden Texte (statt "compañera " könnte auch "madrecita" im gleichen Sinne stehen): Qué desgraciadito ha sido aquel que siembra y no coge: el trabajito ha perdido. OrB 177 Qué desgraciadito es, compañera de mi alma sembrar pa´ no recoger. OrB 176 Das...

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