Show Less

Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

3.4.3 Der Spiegel – ein weibliches Utensil? 225

Extract

225 A mí me duele seguir esperando con su silencio, madre me está matando. OrB 255 Doch mit diesen wenigen Texten ist das Thema der Mutter als Vertraute der Tochter bei Liebesleid im Flamenco erschöpft. Texte wie diese sind die Ausnahme. Sogar Texte, die man zuerst als typische Mutter-Tochter- Konstellation angesehen haben mag, stellen sich in der letzten Zeile als eine Mutter- Sohn-Beziehung heraus: Madre, yo me muero, grande es mi herida tan sólo con pensar que ya no me quiere la que me quería. OrB 393 3.4.3 Der Spiegel – ein weibliches Utensil ? Immer wieder taucht das Motiv des Spiegels auf. Zuerst mag es scheinen, als bedauere ein Mädchen, das vor dem Spiegel sitzt und sich für den Geliebten hübsch machen möchte, der Mutter gegenüber den Verlust eines dafür wichtigen Gegenstandes: Maresita mía, Yo no sé por dónde Al espejito donde me miraba Se le fue el asogue. Demof. 127 Enigmatisch erscheint jedoch das Bild des Spiegels in diesem Text:: De lo más arto del sielo la media luna cayó, ya se me quebró el espejo donde me miraba yo. Llovet, Magia, 300 Hat der Mond durch sein Herabfallen den Spiegel zerbrochen? Wir finden die Lösung, wenn wir bis zu den arabischen Dichtern von Al Andaluz zurückgehen. In der arabischen Literatur ist das Bild des Halbmondes gleichbedeutend mit dem schönen Gesicht der AngebeŔ teten. Das erste Mal wird die Geliebte mit dem Halbmond verglichen, das...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.