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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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4.6.2.1.2 Klagen des abgewiesenen Schwiegersohnes 244

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244 Tu madre me ha despreciao; tu madre ha de arrepentirse de ese mal paso que ha dao. OrB 209 4.6.2.1.2 Klagen des abgewiesenen Schwiegersohnes. Natürlich spielt häufig das Geld eine Rolle bei der Ablehnung, denn die Mutter übersieht die Folgen besser, wie in dieser humorvollen Strophe, bei der eine Spruchweisheit umcodiert wird: No te enamores, mi niña, de maestro de barbero, que se acuestan sin cenar y amanecen sin dinero. FC 307 Dem jungen Mann ist der Grund für die Ablehnung klar571: Dinero, pa´que yo tenga a la verita mía lo que yo más quiero. OrB 101 Der junge Mann verflucht seine Armut und seinen reicheren Nebenbuhler, der den Sieg davon getragen hat. Die "Augen" stehen hier metonymisch für die Geliebte: Mardita sea la persona Que se yeba der dinero Y no se deja de yebar E unos ojos negros buenos. Demof. 101 ¡Mal haya el dinero que er dinero es causa Que los sacais de quien yo camelo No estén en mi casa! Demof. 128 Dabei hat die Mutter des Mädchens doch auch nicht viel: Anda diciendo tu madre que no me quiere por pobre, que eche un rebusco en su casa y me dé lo que le sobre. Canc. Gran. 302 571 Nicht verbalisiert wird im Flamenco die Perspektive des Mädchens, wie sie Quevedo in seiner berühmten "Letrilla satírica" darstellt: "Poderoso caballero/es Don Dinero./ Madre, yo al oro me humillo…" 1972, Nr. 148, S....

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