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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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6.4.3 Der Code: Konstrukte kultureller Identität und Prägung 134

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134 6.4.3 Der Code: Konstrukte kultureller Identität und Prägung Nachdem der Begriff des Mediums erläutert wurde, soll nun der Frage nachge- gangen werden, wie Medienrelationen präziser gefasst werden können. Je nach Perspektive unterscheidet die Intermedialitätsforschung unterschiedliche Anlie- gen. Das Phänomen der Medienkombination642 konzentriert sich auf die Frage, wie unterschiedliche mediale Formen für eine Bedeutungskonstitution zusam- mengeführt werden können. Die Grenzen des Mediums bleiben jedoch bestehen, es findet kein Medien- oder Code-Transfer statt. Ganz anders im Fall eines Me- dienwechsels, der sich der Frage nach den Veränderungen eines Mediums in ein anderes Medium widmet.643 Der Begriff des Codes beschreibt ein System von Übereinkünften, mit de- nen Zeichen gedeutet werden können. Es lässt sich als „Sammelbecken für jede Form tiefenstruktureller Prägung durch kulturspezifische, ideologische, religiö- se, epistemologische Paradigmen, welche perzeptive und moralische Grund- strukturen des individuellen Weltbildes präformieren“644 verstehen. Die Codes folgen hierbei ihren medienspezifischen Regeln und sind abhängig von den Wahrnehmungsmustern des Rezipienten. Somit schließt „Sinnkonstitution im dialogtheoretisch umfassenderen Sinne subjektive Prozesse der Merkmalsselek- tion und Attribuierung durchaus ein.“645 Der Code-Wechsel wiederum konstituiert sich durch den Transfer be- stimmter Textsubstrate von einem Medium ins andere. Eine weitere Relevanz erhalten sie durch die Frage, welche Elemente konstitutiv für das Verstehen sind und welche Bedeutungsteilmengen im jeweiligen Medium von mehreren Rezi- pienten geteilt werden. Letztlich gilt für den Code-Wechsel, „dass der ‚Sinn’ der Textsubstrate, die von einem Medium ins...

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