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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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7.6.3 Die Nachahmung akustischer Phänomene: word music in der Prosa 172

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172 Werkes des literarischen Hintergrundes bedarf.828 Der dritte Bereich Literatur in der Musik wird ausschließlich dem literarischen Bereich zugeordnet. Obwohl Scher in seinen Schriften immer wieder die fundamentale Differenz der beiden Medien betont, die nur ein Evozieren, Implizieren, Imitieren ermöglicht, das a- ber nie mehr als eine Approximation von Musik und Literatur sein kann, sieht er dennoch ein reiches Forschungsfeld: „Firmly anchored in the literary realm, ma- nifestations of music in literature promise to be most rewarding for literary study.“ 829 Innerhalb dieses Bereiches fächert Scher die Möglichkeiten von Kontakt zwischen Musik und Literatur weiter auf. Er nennt hier word music, das Imitie- ren musikalischer Formen und Techniken in einem literarischen Werk sowie verbal music. Dies soll im Folgenden weiter ausgeführt werden. Die Ausführun- gen beziehen sich dabei auch auf Überlegungen von Brown und Wolf. Wichtig ist, dass diese Kontaktmöglichkeiten sich nicht in narrativen Formexperimenten erschöpfen, sondern in den jeweiligen literarischen Gattungen bestimmte Funk- tionen übernehmen. 7.6.3 Die Nachahmung akustischer Phänomene: word music in der Prosa Die Darstellung der Musik kann durch word music möglich werden, durch viel- fältige Lautmalerei in der Literatur wie sie in der konkreten Poesie nachzuwei- sen ist. Dies ist durch die grundsätzliche Affinität im akustischen Bereich zwi- schen Literatur und Musik möglich, ohne sie wären diese imitatorischen Expe- rimente nicht erreichbar.830 So werden „musikalische“ Verse als solche bezeich- net, um durch diesen vagen Begriff die angenehme Gestaltung der Verse, die...

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