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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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7.6.4.4 Das Leitmotiv 180

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180 worry more about themes and trying to contrive an allegro movement … It’s an experiment in form.”866 7.6.4.4 Das Leitmotiv Ein weiteres oft gewähltes Motiv ist das Leitmotiv,867 das sich einer besonderen Art der Wiederholung bedient. Die Bedeutung dieser Form ist groß: „the impact of the Wagnerian leitmotiv on modern literature can hardly be overestimated”868. Es lässt sich definieren als „a verbal formula which is deliberately repeated, which is easily recognized at each recurrence, and which serves, by means of this recognition, to link the context in which the repetition occurs with earlier contexts in which the motive has appeared.”869 Es hat eine exakt umrissene Funktion, hat aber zu einer großen Allgemeinheit geführt, da sich wiederholende Themen, Motive, Ideen oder Situationen oder diesem Begriff subsi- miert werden. So verlor der Begriff "Leitmotiv" seine ursprünglich präzise Bedeutung.870 Scher warnt jedoch vor falschem Gebrauch: Indiscriminate use of the leitmotiv as a catchwork for any kind of literary repetition has resulted in horrendous misinterpretations familiar to readers of modern and contemporary criticism.871 Thomas Mann ließ sich durch die Musik Wagners und seine Leitmotivtechnik inspirieren und hat seine Romane in Anlehnung an diese Techniken konzi- piert.872 Was mich betrifft, muss ich mich zu den Musikern unter den Dichtern rechnen. Der Ro- man war mir immer eine Symphonie, ein Werk der Kontrapunktit [sic], ein Themenge- webe, worin die Ideen die Rolle musikalischer Motive spielen.873 866 Anthony Burgess, The Writer and Music in The Listener, 67...

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