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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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8.4 Die Rolle der Musik in English Music: thematische und funktionale Aspekte 204

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204 terricht bei Mr. Armitage vermag dem empfindsamen Jungen für einen Moment zu helfen. At those times I would be lifted out of myself, and become so much part of the music that I lost all sense of my present reality. Even Edward became still. (EM, 194) Die Rolle der Musik kann ihm eine Heimat ermöglichen, die ihm sein Vater, seine Großeltern und die Schule nicht geben können. Timothys sensible Disposi- tion findet hier ein Mittel der Beruhigung, der Flucht und der kurzen Stabilität. Im Folgenden soll es im Detail um die thematische Funktion dieser „one saving grace in my life“ (EM, 193) gehen, die im Rahmen der musikalischen Erfahrun- gen des Protagonisten seinen Spielraum der Identitätsbildung absteckt. 8.4 Die Rolle der Musik in English Music: thematische und funktionale Aspekte 8.4.1 Musik als Hilfe für die Suche nach dem Selbst Der Titel des Romans deutet bereits auf eine Thematik hin, die die gesamte Handlung des Romans durchdringt. Es geht um die Darstellung einer große Vielfalt von Werken und Personen der englischen Kulturgeschichte, auf die be- reits der auch metaphorisch zu verstehende Titel verweist. Dies erweckt zu- nächst den Eindruck, der Autor impliziere eine historische Überblicksdarstel- lung,979 die seine spezifische Sicht auf die englische Kultur normiert. Dem ste- hen aber verschiedene Aussagen Ackroyds gegenüber. Zum Einen relativiert er die Äußerung in den Acknowledgements zu English Music, dass nur der „alert reader“ die intertextuellen Bezüge im Roman nachvollziehen kann,...

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