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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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8.5 Postmoderne Erzähltechniken in English Music: Konstruktion von Wirklichkeitsentwürfen 214

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214 8.5 Postmoderne Erzähltechniken in English Music: Konstruktion von Wirklichkeitsentwürfen 8.5.1 Peter Ackroyds Notes for a New Culture: Streitschrift gegen den englischen aesthetic humanism Die provozierend anmutende Streitschrift Notes for a New Culture1008, die Peter Ackroyd 1976 während seiner Studienzeit in Yale verfasste, richtet sich gegen traditionelle Vorstellungen von Kultur und Literatur sowie einer überkommen- den „English ‚tradition’“1009. Sie mahnt den drohenden Verfall der heimischen Kulturproduktion an,1010 die moderne Konzeptionen der Parameter Sprache, Welt und Selbst im Gegensatz zum restlichen Europa und Amerika weitgehend ignoriert.1011 Ackroyd lehnt das späthumanistische Konzept der englischen Traditionsschreibung ab, das zentrale Konzepte Matthew Arnolds unkritisch übernimmt. There is to be an absolute affinity of mind and speech, mind and object. […] simplicity, nobleness, directness, plainness. These constitute their common humanism, an affective range in which man is eternally linked to his actions and to the world.1012 Es lässt sich aus diesen Überlegungen die klare Forderung ablesen, insbesondere die Determinante Sprache in der Literatur neu zu positionieren und nicht länger als „that worn coin which is passed from hand to hand“1013 zu benutzen. In their essential form, they are the strategies of a late version of orthodox humanism: it seeks for values through which it can affirm itself in certain literary texts, although it ig- nores the problmatic idea of literature and does not recognise the ascendant status of lan- guage within it. […] From a false notion of literature is generated a false notion of "life" and "community"...

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