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Unternehmerinnen und Erfolg aus individueller und kontextueller Perspektive

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Kerstin Ettl

Das Themenfeld «Erfolg» ist ein gleichermaßen aktuelles, wie auch kontrovers diskutiertes Thema in der betriebswirtschaftlichen Forschung. Es wurde bislang nur selten unter geschlechtsspezifischen Blickpunkten betrachtet. Diese Arbeit befasst sich daher mit dem Erfolg von Unternehmerinnen auf Grundlage ihrer persönlichen und unternehmerischen Ziele und Motive. Ziel der Arbeit ist es, das individuelle Erfolgsverständnis der Unternehmerinnen zu analysieren und Muster unternehmerischen Verhaltens unter Berücksichtigung wichtiger Einflussfaktoren von Frauenselbständigkeit zu identifizieren. Diese Fragestellung wird theoretisch und empirisch beleuchtet. Der empirische Teil basiert auf einer qualitativen Befragung von Unternehmerinnen und Experten aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Abschließend werden Handlungsempfehlungen für zukünftige Unternehmerinnenforschung, -förderung und -beratung abgeleitet.

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A. EINLEITUNG 1

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. Problemstellung und Zielsetzung Die Selbständigenzahlen sind in Deutschland, ebenso wie in anderen europäischen und vielen außereuropäischen Ländern, seit Mitte/Ende der 1980er Jahre kontinuier- lich angestiegen. Nach dem Rekordjahr 2004, in dem die Gründungstätigkeit in Deutschland ihren bisherigen Höhepunkt erreichte, hat ein leichter Abwärtstrend ein- gesetzt, der jedoch zu großen Teilen auf die wegfallenden staatlichen Förderungen für Arbeitslose sowie das sich seitdem stetig verbessernde konjunkturelle Umfeld zu- rückgeführt werden kann.1 Die langfristige Tendenz deutet auf ein weiterhin starkes Gründungsgeschehen in Deutschland hin. Kleinstgründungen, Teilzeitgründungen und Gründungen durch Frauen haben einen überproportional hohen Anteil an dieser Entwicklung. Insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Gründungszahlen des KfW-Gründungsmonitors 2008, denen zufolge sich das Gründungsaufkommen im Dienstleistungssektor, dem Haupttätigkeitsfeld von Unternehmerinnen, in den letzten Jahren sehr viel stabiler zeigte als in anderen Branchen, leisten Unternehmerinnen einen wichtigen gesamtwirtschaftlichen Beitrag.2 Alles in allem ist ein Anstieg der Zahl an Frauen zu beobachten, die Unternehmen leiten. Heute ist weltweit eine von elf Frauen Unternehmerin, und von Frauen geführte Unternehmen machen mehr als ein Drittel der gesamten unternehmerischen Aktivität aus.3 So gehören Frauen zu den am schnellsten wachsenden unternehmerischen Gruppen in der Welt.4 In Deutschland ist knapp jedes fünfte Unternehmen frauengeführt.5 Im Jahr 2000 er- wirtschafteten diese Unternehmen 5,6% des Gesamtumsatzes deutscher Unterneh- men (231,5 Milliarden Euro) und stellten 7,2% der Arbeitsplätze für sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigte...

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