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Unscharfe Risikoanalyse strategischer Ereignisrisiken

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Dominik Ocker

Der Analyse von strategischen Ereignisrisiken als bedeutender Unterklasse strategischer Risiken wurde bislang von Seiten der betriebswirtschaftlichen Forschung wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dies verwundert angesichts der Tatsache, dass das Management existenzbedrohender Risiken, darunter auch strategischer Ereignisrisiken, eine Hauptaufgabe der strategischen Unternehmensführung darstellt. Insbesondere existiert derzeit keine quantitative Methodik zu deren Analyse im strategischen Risikomanagementprozess. In dieser Arbeit wird eine solche Methodik zur Identifikation, Bewertung und Aggregation von strategischen Ereignisrisiken entwickelt. Besonderes Augenmerk wird auf den quantitativen Miteinbezug der Unschärfe strategischer Ereignisrisiken mithilfe der Theorie unscharfer Mengen gelegt.

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1 Einführung 1

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1 Einfu¨hrung 1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit Das Thema Risikomanagement erfreut sich seit nunmehr u¨ber einer Dekade eines unge- brochenen und lebhaften Interesses von Seiten der unternehmerischen Praxis sowie der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie. Als einer der Gru¨nde fu¨r das Interesse der Praxis an dieser Thematik kann sicherlich die Verabschiedung des Gesetzes zur ” Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG) im Jahre 1998 angefu¨hrt werden. Die Einfu¨hrung des KonTraG sowie vergleichbarer Gesetze in anderen La¨ndern wird oftmals als Reaktion auf eine Reihe von spektakula¨ren Unternehmenskrisen in den Jahren zuvor gewertet. In Deutschland werden mit diesen Unternehmenskrisen vor allem die Namen Phillipp Holzmann, die Metallgesellschaft, Fairchild Dornier und die Barings Bank in Verbindung gebracht. Das KonTraG verpflichtet den Vorstand eines Unternehmens im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht dazu, ” insbesondere ein U¨berwachungssystem einzurich- ten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefa¨hrdende oder die Vermo¨gens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeintra¨chtigende Entwicklungen fru¨h erkannt werden.“1 Wei- terhin wurde im Rahmen der Jahresabschlusspru¨fung die Frage, ” ob der Vorstand ... die ihm obliegenden Maßnahmen in einer geeigneten Form getroffen hat und ob das U¨berwa- chungssystem seine Aufgaben erfu¨llen kann, zum Pru¨fungsgegenstand erhoben.“2 Zusam- menfassend kann gefolgert werden, dass die Vorgaben des KonTraG mit der Konzentration auf existenzbedrohende Risiken eine Minimalanforderung an ein unternehmerisches Risi- komanagement festschreiben.3 Die Frage nach der grundsa¨tzlichen Effektivita¨t des Risikomanagements ist zehn Jahre nach dem Inkrafttreten des KonTraG aktueller denn je. Ungeachtet der mit der Ein-...

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